1995 gingen beim telefonischen Auskunftsdienst der Telekom noch 550 Millionen Anfragen ein. Ab dem 1. Dezember 2024 stellt die Telekom die Inlandsauskunft, die Auslandsauskunft und den Weckservice ein.
Die Telekom könne die Dienste nicht mehr kostendeckend anbieten. Die eingesparten Mittel sollen in Infrastrukturen wie Glasfaser- und Mobilfunknetze sowie in digitale Services investiert werden, teilt der Konzern mit. Die Inlandsauskunft unter der Nummer 11 8 33 berechnet dem Anrufer derzeit mit Beginn des Auskunftsgesprächs einen Grundpreis in Höhe von 0,25 Euro; zudem fallen alle sechs Sekunden 0,099 Euro an.
Seitdem Rekordjahr 1995 sei die Nachfrage jedes Jahr im Schnitt um rund 20 Prozent zurückgegangen. Heute liege die Zahl der Anrufe bei deutlich unter zwei Millionen. Das entspreche einem Rückgang von mehr als 99,6 Prozent in knapp 30 Jahren, teilt die Telekom mit. Der Dienst sei aus der Zeit gefallen.
Über Internet-Suchmaschinen oder digitale Auskunftsportale liege die gewünschte Information nur wenige Klicks entfernt. Wer eine Rufnummer sucht, finde sie in Zukunft nicht mehr bei der Telekom. Stattdessen müssten die Auskunftssuchenden ab dem 1. Dezember 2024 die Nummern alternativer Auskunftsdienste wählen. Und dann gebe es noch das gedruckte Telefonbuch, in dem auf Wunsch auch weiterhin die Rufnummer oder die Adresse sichtbar sei.



