Deutsche Rechts-KI boomt

(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com

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Das Berliner Startup Noxtua, gegründet 2017, das eine Software entwickelt, die mit Hilfe von KI juristische texte analysieren, Verträge prüfen und selbstständig Schriftsätze erstellen kann, meldet laut Handelsblatt 350 Prozent Wachstum im letzten Jahr.

Bis Ende des Jahres will das Unternehmen, das sich selbst als “Europas führende Rechts-KI” sieht, es auf 6 Millionen Euro wiederkehrenden Umsatz bringen, vor einem Jahr stand man noch bei einer Million. Basis dieser rasanten Entwicklung ist eine deutliche Vergrößerung des Kundenstamms: Ende letzten Jahres waren es rund 100 Unternehmenskunden, jetzt sind es 400. Neben Kanzleien und Rechtsabteilungen interessierten sich zunehmend auch Behörden.

Der wachsenden Nachfrage will Noxtua durch eine Partnerschaft mit dem deutschen Cloud-Anbieter Ionos gerecht werden. In einem bestehenden Ionos-Rechenzentrum soll das KI-Startup exklusiv 48 GPUs des Typs B300 von Nvidia nutzen können. Damit sollen auch eigene Modelle trainiert werden.

Noch im Oktober wird außerdem eine Zweigstelle in München eröffnet werden und damit in einer der deutschen KI-Hochburgen, die außerdem Sitz vieler Kanzleien und des Fachverlags C.H.Beck ist, mit dessen größter Sammlung juristischer Texte im deutschsprachigen Raum das Modell trainiert wurde. Noxtua hofft, damit auch seine Warteliste von derzeit um die 4000 Interessenten abarbeiten zu können. Das wäre auch ein Beitrag zu Unabhängigkeit und Datensouveränität in Europa.

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