Debian Pure Blends: Neues bei Debians Unterprojekten

Custom Debian Distributions (CDD) wie Skolelinux heißen nun Debian Pure Blends. Zudem gibt es eine neue Website zur Qualitätsicherung dieser Spezial-Debians.

Das gab der Debian-Entwickler Andreas Tille auf einer Debian-Mailingliste bekannt. Der neue Name soll betonen, dass Blends Teil der regulären Debian-Distribution sind – im Gegensatz zu separaten Distributionen wie beispielsweise Ubuntu. Blends sind Unterprojekte des Debian-Projekts und bieten verschiedenen Zielgruppen ein spezialisierte Auswahl aus den mehr als 22000 Pakete der freien Linux-Distribution. “Blends arbeiten wie eine Lupe auf den Debian-Paketpool,” formuliert Andreas Tille.

Zu den bekanntesten Blends gehört Skolelinux, das für den Einsatz in den Computerräumen von Schulen gedacht ist. Innerhalb eins Blends kann es als weitere Unterteilung so genannten Flavors geben, bei Skolelinux etwa zur Installation als Server oder Workstation. Mit der kommenden Debian-Version Lenny wird das Projekt die Blends Debian Junior, Debian Med, Skolelinux und Debian Science mitliefern.

Ein neues Werkzeug zur Qualitätssicherung soll den Unterprojekten nun die Pflege ihrer Pakete erleichtern: Eine eigene Bug-Seite präsentiert die Fehler in Debian-Paketen nun nach der Zugehörigkeit zu Blends sortiert. Zudem gibt es dort eine automatisierte Auswertung, wie sehr ein Meta-Paket in Summe mit Bugs durchsetzt ist. Daneben lassen sich nun auch für die Zukunft geplante Pakete als Abhängigkeit aufnehmen.

Im Zuge der Umbenennung wechseln außerdem Pakete (“cdd-dev” in “blends-dev”) und Dateien (“/etc/cdd” in “/etc/blends”) den Namen.

Wer weitere Informationen zu Debian Blends sucht findet diese in Vortragsfolien vom Linux-Info-Tag Dresden und einer umfangreichen Online-Dokumentation. Beides stammt von Andreas Tille.

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