Das Treffen der Debian-Entwickler, die seit eineinhalb Wochen in Edinburgh tagen, trägt weitere Früchte: In den Hacklabs tauschen sich Programmierer der verschiedenen Unterprojekte aus, beispielsweise über Live-CDs und automatisierte Installation.
Der Schweizer Daniel Baumann berichtete, dass Debian Live kurz vor der Fertigstellung steht. Seit Februar 2006 arbeitet er an dieser Werkzeugsammlung zum Erstellen von Debian Live-Systemen (beispielsweise für CDs/DVDs, USB-Speichermedien und Netboot). In seinem DebConf-Vortrag präsentierte er die Ergebnisse seiner Arbeit und gab in einem Workshop praktische Einblicke. Offizielle Etch-Medien für Debian Live soll es in Kürze zum Download geben.
Das FAI-Team meldet ebenfalls Neuigkeiten: Die Fully Automatic Installation setzt in der kommenden Version auf die Debian-Live-Technik und löst damit verschiedene
Probleme des Vorgänger-Release. Ein spezieller FAI-Kernel wird nun überflüssig – er wird durch den Standard-Debian-Kern zusammen mit einer passenden Initrd ersetzt. Die Vorteile: Die Pflege eines eigenen Spezial-Kernels fällt weg, außerdem lässt sich Debian damit von USB-Medien booten und installieren.
