Die Datenschutz-Diskussion um die Corona-App ist zurück: Mehrere Politiker fordern einen Datenzugang für die Gesundheitsämter oder ein verpflichtendes Einpflegen positiver Befunde. Dabei sorge die Freiwilligkeit für die Akzeptanz der App, entgegnen Kritiker.
“Wir haben uns bei der Entwicklung der App lange durch vermeintliche Datenschutzbedenken ausbremsen lassen, statt die Chancen für den Gesundheitsschutz zu nutzen”, sagte der CDU-Gesundheitspolitiker Tino Sorge dem Handelsblatt.
Damit die App ein “Schlüsselelement” bei der Coronabekämpfung werden könne, brauche es endlich einen Datenzugang für die Gesundheitsämter. Diese sollen durch die zusätzlichen Daten entlastet werden. Eine solche Datenweitergabe regte auch die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, an. Diese solle allerdings freiwillig erfolgen. Ähnliches forderten NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD).
Die Idee hinter den Forderungen sei zwar nachvollziehbar, zeuge aber von großer Unkenntnis der technischen Möglichkeiten und der Erfahrungen anderer Länder, sagte Jens Zimmermann, Digitalpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Apps, die einen solchen zentralen Ansatz verfolgen, seien in Frankreich und Australien “grandios gescheitert. Zum einen, weil sie von der Bevölkerung nicht angenommen wurden, zum anderen, weil die technischen Voraussetzungen durch die Hersteller der Smartphones dies kaum ermöglichen”, erklärt Zimmermann.



Mit ihren halbgaren und teilweise unlogischen Vorschriften zum Schutz vor dem Coronavirus haben sich die Gesundheitsämter auch wirklich für die Daten qualifiziert. ;-)
Vielleicht bekommen die Gesundheitsämter auch noch den Nobelpreis in der Kategorie Idiotie.