Datenherausgabe durch Microsoft erzwungen

In einem Urteil gegen Microsoft hat der Federal Court in New York jetzt entschieden, das der IT-Konzern entsprechend den Regeln des amerikanischen Rechts die E-Mails eines Kunden herausgeben muss, obwohl diese gar nicht in Amerika, sondern in Irrland gespeichert waren.

Das Urteil könnte herausragende Bedeutung für den Schutz der Privatsphäre erlangen. In einer mündlichen Urteilsbegründung wies District Court Judge Loretta Preska  den Einwand Microsofts zurück, dass sich das Recht zur Einsichtnahme an den Grenzen der USA ende. Nach Meinung der Richterin handele es sich nicht um eine extraterritoriale Anwendung von US-Recht.

Aus Sicht Microsofts ist das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen. Man wird in Berufung gehen und ist überzeugt, dass den E-Mails der Kunden ein hohes Maß an Datenschutz gewährt werden muss, gleich ob in den USA oder sonstwo auf der Welt.

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Niels Dettenbach
8 Jahre her

Klingt schon fast nach einer “Image-Rettungsaktion” aus der Marketingabteilung Microsofts, nachdem inzwischen ja jeder weiß, das Microsoft als einer der allerersten IT-Konzerne – und das sogar besonders weitreichend – mit den US-Diensten kollaborierte. Die Beründung liest sich wie blanker Hohn, angesichts der tatsache, das das Produkt Skype aus dem eigenen Hause als Backdoor-Plattform für NSA & Co. agiert und aktiv hierzu fortentwickelt wurde.

Wolfgang
8 Jahre her

Dass das us-amerikanische Wissen über andere Staaten nicht berauschend ist, wussten wir ja schon lange, dass aber eine studierte Richterin nicht weiß, dass Irland (nicht Irrland, wie im Artikel geschrieben) nicht in den USA liegt, ist schon sehr befremdlich. Noch ein Grund mehr, kein Geschäft mit “den Amerikanern” zu machen – backdoors für NSA & Co, Unterstützung seitens der US-Wirtschaft fürs data mining, US-Gerichte mit mangelndem Sachverstand, geht’s noch?

Kubuntu-User
8 Jahre her

Jeder der seine Emails über Microsoft laufen lässt ist ja schon seit 10 Jahren minderbelichtet. Das geschieht dem Irren in Irland recht.

Kubuntu-User
8 Jahre her

Auf amerikanisch kann der Irre Fehler nicht vorkommen, denn dort heisst Irland Ireland (Aierland ausgesprochen). Das Doppel-R ist wohl eher auf der deutschen Redaktion gewachsen.

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