Mit Dashboard will Google seinen Ruf in puncto Datenschutz verbessern und mehr Transparenz demonstrieren.
Mit teilweise dreisten Datenschutzpassagen in den Nutzungsbedingungen seiner Software und seiner Dienste hat sich Google in der Vergangenheit zumindest in Europa einen Ruf als Datenkrake erarbeitet. Ob die Firma das Thema einfach nicht ernst nahm oder hoffte, dass die Passagen niemanden stören, lässt sich wohl nicht klären.
Fest steht, dass Google nun versucht, verlorenes Vertrauen wieder zu gewinnen. Helfen dabei soll unter anderem das neue Dashboard, das die Firma heute auf einer Pressekonferenz in Berlin vorstellte. Unter “Mein Konto” auf der Webseite http://www.google.com/dashboard kann ab sofort jeder angemeldete Google-Nutzer sehen, welche Daten Google von ihm sammelt. Wie das Bild zeigt, werden die Tätigkeiten des Users getrennt nach den einzelnen Google-Diensten aufgelistet.
Jeder Dienst enthält einen Link zu den zugehörigen Datenschutzbestimmungen. Einige Dienste bieten zudem an, die Einstellungen zu verwalten. Eine Möglichkeit, sämtliche vorhandenen Daten per Mausklick zu löschen, gibt es nicht. Dazu muss der Anwender die einzelnen Dienste aufrufen, um Blogeinträge, Texte und Tabellen per Mausklick aus zu radieren. Offen bleibt allerdings bisher, ob Google einmal gelöschte Daten noch in einer Art Google Cache aufbewahrt oder tatsächlich für immer von den Servern verbannt.





