Cyberkriminelle nutzen Ende der Homeoffice-Pflicht

Mit dem Ende der Homeoffice-Pflicht in Deutschland entstehen durch die Rückkehr an den Arbeitsplatz neue Einfallstore für Cyberkriminelle, warnt der Digitalverband Bitkom. Kriminelle setzten dabei wieder verstärkt auf kontextspezifische Phishing-Angriffe.

Beobacten konnte man des auch in den SA, teilt der Bitkom mit. Bei den Phiishing-Angriffen bekämen Mitarbeitende etwa E-Mails vom IT-Chef der Firma, der sie zurück im Büro begrüße – versehen mit Logo und Unterschrift. Ein Link in der Nachricht verweise auf neue Vorsichtsmaßnahmen, die das Unternehmen mit Blick auf die Pandemie treffe. Um auf diese Dokumente zugreifen zu können, müssen Mitarbeitende dann ihr Passwort eingeben, berichtet der Bitkom. Und schon sind die Zugangsdaten in den falschen Händen, so der Bitkom.

Cyberkriminellen hätten sich den neuen Gegebenheiten besonders schnell angepasst. Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie nutzten sie das gestiegene Informationsbedürfnis der Mitarbeitenden aus, um gezielte Phishing-Kampagnen durchzuführen. “Beim Wechsel zu Tele-Arbeit und ins Homeoffice spielte Cybersicherheit nur eine untergeordnete Rolle. Das hat es vielen Kriminellen leichter gemacht, IT-Systeme anzugreifen”, erklärt Bitkom-Experte Sebastian Artz. Nun drohe die Gefahr, dass sich im Zuge der Rückkehr in die Büros ein ähnliches Muster wiederholt.

Ein weiteres spezifisches Einfallstor seien im Homeoffice genutzte Endgeräte. Die sollten nicht unbedacht wieder im Unternehmen zum Einsatz kommen, warnt der Verband. Unternehmen sollten sicherstellen, dass die Geräte über alle aktuellen Updates verfügen und auf Schadcode-Befall überprüft wurden, bevor sie wieder im Firmennetz zum Einsatz kommen.

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