Mit seinem neuen Online-Synchronisationsdienst Ubuntu One scheint sich Canonical nicht nur Freunde innerhalb der Community geschaffen zu haben.
Für viele Community-Mitglieder steht der Name Ubuntu für freie Software und so sehen sie im Namen Ubuntu One eine Täuschung, da sich dahinter ein kommerzielles und nicht quelloffenes Projekt verbirgt.
Tony Yarusso hat aus diesem Grund im Ubuntu-Bugzilla einen Fehlerbericht eingereicht und darum gebeten, den Dienst so umzubenennen, dass das Wort Ubuntu als Ganzes darin nicht vorkommt. Zudem vermutete Yarusso, dass Canonical den Dienst auf der Client-Seite vermutlich in die kommenden Ubuntu-Versionen integrieren werde — ein Vorgehen, das er ebenfalls für fragwürdig halte. Im Titel des Bugreports stand zunächst auch der Vorwurf, Ubuntu One würde die Namensrechte von Ubuntu verletzen, die Diskussionsrunde einigte sich aber darauf, dass es nur um die Verwirrung durch den Namen gehe.
In die Diskussion mischte sich auch der Community-Manager Jono Bacon ein. Er vertrat den Grundsatz, dass Canonical das Recht habe, den Namen für ein beliebiges Projekt zu benutzen. Und verwies den Bug-Reporter an den Community-Rat beziehungsweise das Technical Board bezüglich der Integration des Ubuntu-One-Clients. Bacon sah aber dann später das Problem mit der Namensverwirrung ein, so dass die Angelegenheit jetzt vor dem Community Council steht. Mark Shuttleworth selbst hat sich in der Angelegenheit noch nicht zu Wort gemeldet.
Änderungsvorschläge für einen neuen Namen gibt es bereits genügend, darunter Canonical One, UbuOne und Ubunet.



