
E-Mail Push auf Mobile Clients beherrscht Citadel dank es Funambol-Plugins schon lange, in Version 7.24 sind allerdings auch Asterisk und eine Universelle Inbox integriert.
Die nächsten Versionen des beliebten Open-Source-Groupware- und Messaging-Projektes Citadel werden über über einen Outlook-Connector, Jabber-Server und weiter verbesserten VOIP-Support für Asterisk verfügen.
Wie Art Cancro, Initiator und Entwickler von Citadel im Gespräch mit Linux-Magazin Online berichtet, befindet sich die Outlook-Unterstützung durch Bynaris Insight Connector bereits im Test beim Hersteller.

E-Mail Push auf Mobile Clients beherrscht Citadel dank es Funambol-Plugins schon lange, in Version 7.24 sind allerdings auch Asterisk und eine Universelle Inbox integriert.
Auch die XMPP-Unterstützung für das Jabber-Protokoll steht laut Cancro kurz vor der Veröffentlichung, wird es aber wohl nicht ins nächste Release schaffen. Dann soll dann aber der Chat-Dienst vollständig in alle Groupware-Funktionen integriert sein, und Citadel als kompletter Jabber-Server dienen können.
Als dritten Schwerpunkt nennt Cancro, der unter dem Pseudonym Ignatius T. Foobar auf zahlreiche Mailing-Listen-Beiträge zurückschauen kann, die bereits in Grundzügen vorhandene VOIP-Integration mit Asterisk:
“Die aktuelle Version 7.24 unterstützt ja bereits eine kleine Anzahl von VOIP-Funktionen. Ein Benutzer kann Citadel an einen Asterisk-Server anbinden und eine universelle Inbox für seine Messages konfigurieren, egal ob das E-Mails, Chat- oder Sprach-Nachrichten sind.”, so Cancro.
“Auch wenn Sie Ihren Anrufbeantworter mit ihrem Mobiltelefon abfragen, bleiben die Nachrichten immer noch im Citadel-Posteingang gespeichert. Es ist schon beeindruckend:, Wenn Sie eine Voicemail mit Ihrem E-Mail-Client als “gelesen” markieren, erlischt kurz darauf die entsprechende Benachrichtigung auf Ihrem Telefon.”
Ganz nebenbei haben die Entwickler viel Zeit in ein neues Threading-Modell investiert, wovon vor allem Systeme mit hoher Last profitieren: Hier können Administratoren mit einer deutliche Performancesteigerung rechnen. Ebenfalss viele Ressourcen des Projektes fliessen in die Pflege der Libical-Bibliothek, die fast alle Groupware-Clients ausser MS Outlook verwenden und den Datenabgleich zwischen Server und Desktop ermöglicht. Trotz Ihrer großen Verbreitung war diese Bibliothek offensichtlich ein verwaistes OSS-Projekt – bis Citadel sie unter ihre Fittiche nahm.
Cancro hatte das BBS Citadel UNCENSORED!1982 ins Leben gerufen und von Anfang an auf eine Open-Source-Strategie gesetzt. So kann das Projekt heute auf eine 26-jährige Geschichte zurückschauen und stellt eines der ältesten existierenden Open-Source-Projekte dar.
Der über die Jahrzehnte gewachsene Funktionsumfang ist groß und reicht von serverseitiger Replikation über Push-Email, Instant Messaging bis hin zu verschiedensten Clients (Web, CLI, KDE, Thunderbird). Heute unterliegt Citadel komplett der GPLv3, sowohl Online-Demo als auch Vmware-Instanz stehen zum Test bereit, Installations-Pakete gibt’s für Debian und Ubuntu.



