China hat den US-Technologieriesen Meta angewiesen, seine Übernahme des KI-Start-ups Manus im Wert von über 2 Milliarden Dollar rückgängig zu machen. Peking verschärft damit die Kontrolle über US-Investitionen in einheimische Start-ups, die Spitzentechnologien entwickeln.
China bezieht sich dabei darauf, dass das ursprüngliche Unternehmen des heutigen Herstellers von KI-Agenten, die damalige Firma Butterfly Effect, in China gegründet wurde. Sie verlegte allerdings kurz darauf ihren Sitz nach Singapur. Auch die Belegschaft zog dahin um. Die Entscheidung der Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC), den Verkauf zu verbieten, kann nun als Warnsignal für andere chinesische Start-ups verstanden werden, dass sie – besonders in sensiblen Sektoren – nicht versuchen sollen, nach Singapur auszuweichen, um an ausländische Investoren zu gelangen. Unter dem Begriff “Signapore Washing” hatte das Modell bereits Schule gemacht.
Im Januar kündigte das chinesische Handelsministerium jedoch an, eine Prüfung und Untersuchung durchzuführen, um festzustellen, inwieweit die Übernahme den Gesetzen und Vorschriften in Bezug auf Exportkontrollen, Technologieimport und -export sowie Auslandsinvestitionen entspricht. Im März verschärfte sich der Ton. Zwei der Gründer, Xiao Hong und Ji Yichao, Mitgründer und Chefentwickler, erhielten ein Ausreiseverbot. Schließlich endete der Streit jetzt mit der Anordnung der Rückabwicklung.
Auch für Meta dürfte eine Rückabwicklung des Deals schmerzlich und kompliziert sein. Man hatte Manus übernommen, um die Arbeit an KI-Agenten voranzutreiben, also an Tools, die komplexe Aufgaben mit minimalem menschlichem Eingriff ausführen sollen. Das hätte beispielsweise Agenten betreffen können, die automatisiert für Instagram- oder WhatsApp-Geschäftskunden Reports erstellen. Damit wollte sich Meta, das sich hauptsächlich über Werbung finanziert, eine weitere Erlösquelle erschließen.





China ist halt eine Diktatur.