Chaotischer Apache-Affe hilft beim Cloud-Testing

Der Cloud-Anbieter Netflix hat den Source-Code seines Test-Tools Chaos Monkey unter Apache-Lizenz gestellt. Chaos Monkey sorgt beispielsweise in Amazons EC Cloud für ausreichende HA-Performance – mit bizarren Methoden.

Der Name ist offenbar Programm: Wie ein wildgewordener Affe beendet Chaos Monkey wahllos virtuelle Instanzen in einer Cloud. Doch der Wahnsinn hat Methode: In Amazons EWS-Cloud testet die Software so beispielsweise die HA-Funktionen der Auto Scaling Groups. Funktionieren die einwandfrei, sollte das System automatisch eine neue, identische Instanz starten.

Typischerweise läuft der irre Affe nachts oder morgens und stellt so in wenig belasteten Zeiten sicher, dass das System unter Last nicht zusammenbricht – andernfalls informiert es den Admin. Laut dem Announcement auf Netflix’ Technikerblog sei der wilde Affe aber nicht auf Amazons Dienste beschränkt. Er sei vielmehr “flexibel genug, um auch mit anderen Cloud-Diensten zusammenzuarbeiten” und ließe sich leicht verbessern oder anpassen. Im letzten Jahr habe Chaos Monkey 65 000 virtuelle Instanzen beendet, sowohl im Test- wie auch Produktivbetrieb von Netflix. “Meistens kriegt davon ja keiner etwas mit, aber wenn doch, haben wir die Möglichkeit, einzugreifen und sicherzustellen, dass der Fehler nicht wieder auftritt.”

Chaos Monkey ist ein Teilprojekt von Netflix’ Simian Army, deren Code hier auf Github zum Download steht. In dieser Armee finden sich auch andere “Affen”, wie der Conformity Monkey, der Latency Monkey oder der Chaos Gorilla — der zusätzlich zu den Funktionen von Chaos Monkey sogar einen Ausfall einer Amazon-Zone simuliert.

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