Novells Europa-Chef Volker Smid und Holger Dyroff, Vize-Chef der Suse-Linux-Produkte haben auf der Cebit Rückschau auf das vergangene Jahr gehalten und Zukunftspläne vorgestellt.
Die beiden Manager verwiesen mit Stolz auf die positiven Zahlen des Quartals 1/2008 und betonten besonders den Erfolg im EMEA-Markt. Neben dem Kauf der Collaboration-Firma Sitescape und des Virtualisierungsspezialisten Platespin soll besonders das Partner-Netzwerk das Unternehmen voran bringen. Zu dieser Philosophie der “partner-centric company” tragen derzeit Partner SAP, Intel, Accenture und Microsoft bei. In den kommenden Wochen sollen noch ein, zwei Verbündete dazukommen.
SAP empfiehlt seinen Kunden unter anderem Suse Linux Enterprise Server (SLES) als Unterbau, Mit Microsoft arbeitet Novell in einem Interoperability-Labor zusammen. Die nächsten erklärten Ziele dieser Werkstatt sind Windows 2008 Server als virtualisierter Gast auf SLES sowie die vollständige Anbindung der Novell-Produkte an Microsofts Active Directory.
Auch in Sachen Office will Novell Welten verbinden. Das Unternehmen möchte Microsoft-Office-Dokumente, und sei es im neuen Format OOXML, verlustfrei in das Open-Document-Format übersetzen – und das inklusive aller Makros. Was nicht funktioniert, werde man nachbessern, lautet das Versprechen. Der derzeit im Beta-Stadium befindliche OOXML-Translator soll in der ersten Jahreshälfte 2009 in finaler Version erscheinen.
Die Partnerschaft mit VMware soll den SLES-Kunden im zweiten Quartal 2008 mit dem Service Pack 2 einen Kernel mit VMI-Schnittstelle bescheren, die Performance und Power-Managment verbessert. Weitere Wachstumschancen für die kommenden Jahre sieht Novell vor allem in den Bereichen Collaboration, Identity Management und Endpoint Security und ist sich darin mit den einschlägigen Marktforschern einig.
Die Community-Distribution Opensuse wird in der zweiten Hälfte 2008 die Version 11.1 erreichen, die als Grundlage für die Anfang 2009 kommende nächste SLES-Version dient.


