Cebit 2009: IBMs schlauer Planet mit Green IT und Open Source

Das IBM-Motto für die Cebit heißt Smarter Planet: "Sie werden sehen, dass Transistoren in alles Einzug halten werden – in Tiere, Menschen, Kleidung", prophezeite Martin Jetter, der Geschäftsführer von IBM Deutschland, in seiner Keynote auf der heutigen Preview in München.

Auf der Cebit 2009 nimmt sich die Firma IBM als einen von vier Bereichen der “Neuen Intelligenz” an, womit der diplomierte Maschinenbauer die Informationsflut meint, bei der er Handlungsbedarf hinsichtlich Business Intelligence und Suchmaschinen sieht. Informations- und Datenmanagement sowie Prozessmanagement spielen für IBM die Hauptrolle bei dem zweiten Bereich, der “Intelligenten Arbeit”. Green IT sei für IBM auch 2009 ein Thema, betonte Jetter. Gestützt auf Aussagen wie “85 Prozent der Rechenleistung in dezentralen IT-Umgebungen bleibt ungenutzt” will die Firma für International Business Machines (IBM) den Trend aufrecht erhalten und sich für ökologisch verträgliche IT-Nutzung einsetzen. Daran schließt sich auch der vierte Bereich namens “Dynamische Infrastruktur” an, in dem sich der Konzern mit dem Rechenzentrum von morgen sowie Grenzen und Chancen von Cloud Computing auseinandersetzt.

Auf die Frage von Linux-Magazin Online, ob Open Source besonders im Krisenjahr wichtig werden könnte, sagte Jetter: “Das ist ein Thema, das sehen wir ganz klar.” Er führte aus, dass Unternehmen sich tendenziell keine neuen Infrastrukturen anschaffen werden, weil sie dafür kein Geld haben. Stattdessen werden sie ihre bestehende Infrastruktur besser integrieren. Und in diesem Kitt sieht Jetter den Ansatzpunkt für quelloffene Software. IBM investiert seit 2001 Summen in Milliardenhöhe in Linux und Open Source und beschäftigt rund 400 Mitarbeiter, die direkt an internen und externen Linux- oder Open-Source-Projekten mitentwickeln, sagte ein IBM-Sprecher am Rande der Veranstaltung zu Linux-Magazin Online.

Besonders stolz präsentierte Martin Jetter den Security-Stick, den IBM Ende Oktober 2008 erstmals für Probefahrten mit interessierten Banken vom Stapel gelassen hat und erstmals auf der Cebit 2009 produktiv vorstellen will. Der Stick, auf dem wahrscheinlich ein Linux läuft, soll speziell Online-Banking sicher machen und durchläuft zur Zeit letzte Entscheidungen hinsichtlich Design und Vertriebsweg.

Update: Nach Auskunft des IBM-Labors in Zürich befinde sich kein Linux auf dem Stick. Es sei ein Security-Kernel, zu dem das Labor zum jetzigen Zeitpunkt jedoch keine weiteren Angaben mache.

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