Einen neuen Prozessor für mobile Internet-Geräte und zwei neue High-End-Chips für leistungshungrige Desktops präsentierte Intel auf seiner diesjährigen Cebit-Pressekonferenz.
Das Internet in der Westentasche verspricht die neue Atom-CPU, die speziell für den Einsatz in Mobilgeräten (Mobile Internet Devices, MIDs) entwickelt wurde. Sie zeichnet sich durch besonders niedrigen Energieverbrauch und einen sehr kleinen Formfaktor aus. Möglich wird das durch die 45-Nanometer Hi-K Metal Gate Silizium-Technologie, die es erlaubt, die Maße eines Transistors auf dem Chip nochmals zu verkleinern ohne dabei die unerwünschten Leckströme weiter anwachsen zu lassen, die hauptverantwortlich für Energieverbrauch und Wärmeentwicklung sind. Gordon Moore, Namensgeber des berühmten Gesetzes, demzufolge sich die Anzahl der Transistoren, die auf einem Chip unterzubringen sind, etwa alle zwei Jahre verdoppelt, spricht von der “größten Veränderung in der Halbleitertertechnologie seit den späten 60er Jahren”.
Die neuen Möglichkeiten dieser CPU, die nicht größer als eine Ein-Cent-Münze ist, demonstrierte beispielsweise der Prototyp eines neuartigen Navigationssystems von Harman/Becker, das eine Karte auf der Grundlagen von 3-D-Satellitendaten in Echtzeit darstellen kann. Es soll 2010 für Endkunden erhältlich sein. Noch im Sommer diesen Jahres sollen erste Kleinst-PCs von Asus. Lenovo, Toshiba und anderen Herstellern in den Handel kommen, die ein nur noch handtellergroßes Motherboard mit dem neuen Prozessor verwenden.
Für leistungshungrige Desktops, insbesondere im Gaming-Bereich bietet sich Intels neue High-End-Plattform mit dem
Core2 Extreme Processor QX9770 und dem Intel X48 Express Chipsatz an. Vier Kerne, ein 12-MByte-L2-Cache und eine Taktrate von 3,2 GHz sorgen für Benchmark-Bestwerte.


