Bundesnetzagentur veröffentlicht Jahresbericht Breitbandmessung

Die Bundesnetzagentur hat im inzwischen sechsten Jahresbericht Breitbandmessung detaillierte Ergebnisse ihrer Messungen von Oktober 2020 bis Oktober 2021 veröffentlicht. “Die Ergebnisse sind noch nicht zufriedenstellend“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.

Im Festnetz erhielten 83,5 Prozent der Nutzer über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg im Download mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate, schreibt die Bundesnetzagentur. Bei 36,5 Prozent der Nutzer sei die Datenübertragungsrate voll erreicht oder überschritten worden.

Die meisten Kunden (80,3 Prozent) seien zudem mit der Leistung ihres Breitbandanschlusses zufrieden (Noten 1 bis 3). Weniger als 10 Prozent der Kunden hätten ihren Anschluss mit den Noten 5 oder 6 bewertet.

Im Mobilfunk habe das generelle Niveau erneut deutlich unter dem im Festnetz gelegen, heißt es im Bericht. Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erhielten im Download 20,1 Prozent der Nutzer (2019/2020: 17,4 Prozent) mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten geschätzten maximalen Datenübertragungsrate; bei 2,6 % der Nutzer wurde diese voll erreicht oder überschritten (2019/2020: 2,1 Prozent).

Der sechste Jahresbericht umfasst laut Bundesnetzagentur den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021. Insgesamt seien für die Messung mit der Desktop-App 167.985 (seit dem 1. Februar 2021) und für die Browsermessung 315.638 valide Messungen gezählt (bis zum 1. Februar 2021). Im Mobilfunk waren es 441.233 valide Messungen. Da es im stationären Bereich eine methodische Umstellung gegeben habe, seien die Ergebnisse unterschiedlicher Erhebungsverfahren nicht mit den Vorjahren vergleichbar.

Der Bericht ist online abrufbar.

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