BSI zur Cybersicherheit: Lage bleibt angespannt   

Die Sicherheitslage im Cyberraum ist weiterhin angespannt, geht aus dem Bericht des BSI zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland hervor. Quelle: BSI

Quelle: BSI

Die Sicherheitslage im Cyberraum ist weiterhin angespannt. Zugleich stellen sich Staat, Wirtschaft und Gesellschaft stärker als bisher auf die Bedrohungen ein. Das geht aus dem Bericht des BSI zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland hervor.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Claudia Plattner, Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben bei der Vorstellung des Berichts die Notwenigkeit von Investitionen in die Cybersicherheit betont.

Nach wie vor stellen laut Bericht Ransomware-Angriffe Unternehmen und Institutionen vor große Herausforderungen. Die Zahl der Opfer von Datenleaks nach Ransomware-Angriffen ist weiter gestiegen. Gleichzeitig ist der Anteil der Ransomware-Opfer, die Lösegeld bezahlen, gesunken. Betroffene, die über funktionierende Sicherungskopien (Back-ups) ihrer Daten verfügen, sind nicht auf die Entschlüsselung ihrer Systeme durch die Angreifer angewiesen. Zudem gehen immer mehr Unternehmen transparent mit Cyberangriffen um, informieren die Öffentlichkeit und ihre Kunden.

Im Jahr 2024 haben weltweit mehr als 70 Wahlen stattgefunden. Für deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger standen die Europawahl, drei Landtagswahlen und neun Kommunalwahlen an. Diese Wahlen sind ohne nennenswerte Cybersicherheitsvorfälle abgelaufen. Mit Blick auf anstehende Wahlen findet laut BSI derzeit eine angepasste und situativ verstärkte Lagebeobachtung statt. Das BSI stehe in kontinuierlichem Austausch mit seinen Partnerbehörden und sei in die Strukturen der Bundesregierung zum Schutz von Wahlen eingebunden. Zudem unterstütze das BSI Wahlbehörden und politische Zielgruppen durch Beratungsangebote zur Sensibilisierung für Informationssicherheit.

Bei DDoS-Angriffen haben laut dem Bericht Qualität und Häufigkeit deutlich zugenommen. Der Anteil hochvoluminöser DDoS-Angriffe mit einer Bandbreite von über 10.000 Megabit pro Sekunde lag im ersten Halbjahr 2024 bei monatlich durchschnittlich 13 Prozent und war damit mehr als doppelt so hoch wie im langjährigen Durchschnitt mit 6,75 Prozent. Angreifende stellen die vergleichsweise geringen Schadwirkungen solcher Überlast-Angriffe übertrieben in sozialen Netzwerken dar, um allgemeine gesellschaftliche Verunsicherung zu schüren.

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