Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat seinen Bericht zum Digitalen Verbraucherschutz 2020 vorgestellt. Als besonders kritische Bereiche nennt der Bericht smarte Verbraucherprodukte aus dem Internet of Things, unzureichende Umsetzung von Security by Design und IT-Sicherheitsmanagement, sowie die regelmäßige Verwundbarkeit von (Kunden-)Datenbanken.
Drei Wochen nach Inkrafttreten des IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 hat das BSI den Bericht zum Digitalen Verbraucherschutz 2020 vorgelegt, der erstmalig die Gefährdungslage des Jahres 2020 für Verbraucher im digitalen Raum abbilde, so das BSI.
Die besonders kritischen Bereiche seien identifiziert worden, weil dafür eine Vielzahl an Vorfällen im Berichtszeitraum beobachtet werden konnten und zum Teil auch öffentlich bekannt wurden. Verbraucher seien dabei etwa durch fehlende Updates oder mangelhaft abgesicherte Kundendatenbanken gefährdet worden.
Das BSI will den Bericht nun jährlich veröffentlichen und mit einem aktuelles Schwerpunktthema ausstatten. Nach dem Pandemiejahr und den anhaltenden Herausforderungen im Gesundheits- und IT-Sicherheitsbereich gilt dieser Schwerpunkt den Gesundheits-Apps. Diese seien häufig nur unzureichendabgesichert, rotz des hohen Schutzbedarfs von Gesundheitsdaten, so das BSI. Eine angemessene Umsetzung von IT-Sicherheit nach dem Stand der Technik sei in diesem Bereich momentan die Ausnahme. Der Bericht ist online als PDF abrufbar. Er richte sich an die Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik. Eine eigene Veröffentlichung gibt es zum besagten Schwerpunktthema Gesundheitsapps mit dem Titel „IT-Sicherheit auf dem digitalen Verbrauchermarkt: Fokus Gesundheits-Apps“.



