Cyber-Angriffe führen zu schwerwiegenden IT-Ausfällen und Schäden in Kommunen, Krankenhäusern und Unternehmen. Sie bedrohen existenzgefährdend Produktionsprozesse, Dienstleistungsangebote und Kunden. Das sind zentrale Feststellungen des Berichts zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2021.
Bundesinnenminister Horst Seehofer und der Präsidenten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, haben den Bericht vorgestellt. Bundesinnenminister Seehofer sagte: „Die Gefährdungslage im Cyber-Raum ist hoch. Wir müssen davon ausgehen, dass dies dauerhaft so bleibt oder sogar zunehmen wird. Wir haben die letzten Jahre deshalb genutzt, um die Cyber-Sicherheit in unserem Land massiv zu stärken. Wir haben das BSI mit über 700 neuen Stellen in dieser Legislaturperiode fast verdoppelt. Mit seiner Arbeit sorgt das BSI dafür, dass die IT-Sicherheit ein Wettbewerbsvorteil für Deutschland wird.“
Dass dieser Wettbewerbsvorteil noch Zukunftsmusik ist, war von BSI-Präsident Arne Schönbohm zu hören: „Im Bereich der Informationssicherheit haben wir – zumindest in Teilbereichen – Alarmstufe Rot“, sagte er bei der Vorstellung.

Der Lagebericht in Zahlen. Quelle: BSI
Im Februar 2021 hat das BSI den höchsten jemals gemessenen Wert an neuen Schadprogramm-Varianten notiert. Pro Tag seien durchschnittlich 553.000 neue Varianten hinzugekommen, heißt es in der Mitteilung zum Lagebericht. Insgesamt seien im Berichtszeitraum 144 Millionen neue Schadprogramm-Varianten gezählt worden, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das BSI beobachte zudem die Weiterentwicklung von kriminellen Methoden. So werde bei Ransomware-Angriffen neben der Forderung nach einem Lösegeld immer öfter auch damit gedroht, zuvor gestohlene Daten zu veröffentlichen. Mit dieser Schweigegelderpressung erhöhten Cyber-Kriminelle den Druck auf Betroffene.
Der Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland steht zum Download.




