Die Britische Regierung hat ein Kalkulationsprogramm veröffentlicht, mit dem Privatpersonen berechnen können, wie hoch ihr persönlicher Beitrag zur Umweltbelastung durch Kohlendioxid ist.
Der CO2-Rechner ist Teil einer aktuellen Umweltkampagne und steht zum kostenlosen Download auf der Webseite des Amts für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft (Defra) bereit. Im März gefordert die britische Opposition von der Regierung einen größeren Beitrag zu Open-Source-Technologie. Mit diesem Programm will die regierende Labour Party der Forderung nachkommen und kündigt daher an, auch den CO2-Rechner unter der GPL freizugeben.
Der “Act on CO2-Calculator” soll ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge zwischen dem Verhalten Einzelner und dem Klimawandel vermitteln. Mit Hilfe des Rechners sollen Bürger ihren persönlichen “CO2-Fußabdruck” berechnen. Dabei werden Daten aus verschiedenen Lebensbereichen berücksichtigt: Wohnen, die individuelle Verwendung elektrischer Geräte und Reisegewohnheiten. Als Ergebnis erstellt die Software einen persönlicher Aktionsplan, der die Bürger animieren soll, ihre Gewohnheiten zu ändern, um die Emissionen zu verringern.
Der CO2-Rechner ist das erste Ergebnis eines Projekts namens AMEE, Abkürzung für “Avoiding Mass Extinctions Engine”. Laut den Entwicklern der Firma Dgen arbeiten in diesem Projekt seit zwei Jahren verschiedene Regierungsorganisationen und Umweltgruppen zusammen. Ihr Ziel ist es, einen allgemeingültigen Standard für die CO2-Messung und den CO2-Fußabdruck zu schaffen. Der CO2-Rechner soll zusammen mit den Grundlagendaten der Regierung komplett unter der GPL freigegeben werden. Zwar gibt es aktuell noch keinen genauen Termin für die Freigabe, aber der Leiter von Dgen Networks, Gavin Starks, zweifelt nicht an den Absichten: “Wir verfolgen den Open-Source-Ansatz für die Software seit Beginn, und das war einer der Gründe, warum die Regierung uns mit der Entwicklung beauftragt hat”, sagt Starks zum Linux-Magazin Online. “Wir freuen uns sehr, dass Open-Source-Technologie auf Regierungsebene so breite Unterstützung bekommt.” In den nächsten Tagen will er im Unternehmensblog alle Informationen in diesem Zusammenhang bekanntgeben. Laut Umweltministerium soll die Software in den nächsten Monaten noch erweitert und ergänzt werden.



