Brexit senkt britische IT-Ausgaben

Die IT-Ausgaben in Großbritannien werden durch die Unsicherheit, die mit dem geplanten Brexit verbunden ist, schwer getroffen. Sie werden dieses Jahr um 10 Prozent sinken und auch 2017 fallen, prognostiziert die Beratungsgesellschaft Canalys.

Canalys erwartet, dass die unsichere Zukunft der Handelsbeziehungen zwischen UK und der EU unmittelbare Auswirkungen auf die IT-Ausgaben haben. Obwohl die Inflationsrate und die Arbeitslosigkeit niedrig und die Aussichten in Großbritannien gut waren, werden die IT-Ausgaben in diesem Jahr um 10 Prozent auf 80 bis 90 Milliarden US-Dollar sinken. Noch schlechter werden die Aussichten für 2017 bewertet: Hier erwarten die Marktforscher einen Rückgang um weitere 15 Prozent. Dazu trägt auch der Kursverfall des britischen Pfunds bei. “Das ist ein Schlüsselfaktor für den IT-Sektor, weil dadurch die Technologiekosten wegen der höheren Importpreise steigen”, meint Matthew Ball, Principal Analyst. “Auf kurze Sicht werden die Verträge sicherlich nicht neu verhandelt und neue Angebote verlangt – aber jedes neue Geschäft wird aufgeschoben, bis sich die Lage stabilisiert hat.”

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