Brasilien: Verteiltes High Performance Computing für die Forschung

Die Universität von Sao Paulo hat den größte Computer-Cluster Südamerikas in Betrieb genommen: Rechnerverbünde an acht Campus-Standorten legen zusammen 33,3 Teraflops aufs Parkett.

Je nach Anwendungsbereich läuft Solaris oder Linux auf den Rechner-Clustern verschiedener Universitäts-Standorte in Sao Paolo. Der größte und zentrale Cluster mit 2048 Prozessorkernen rechnet mit einer Geschwindigkeit von 23,2 Teraflops. Der Verbund mit kleineren Clustern an sieben weiteren Uni-Standorten erreicht 33,2 Teraflops. Die Planung und Hardware kaufte das öffentlich finanzierte Projekt GridUNESP (von Grid und Universidade Estadual Paulista) von Sun Microsystems.

Geplant ist der Eintritt in das Open Science Grid (OSG). Das Projekt GridUNESP will sich außerdem mit dem amerikanischen Hochgeschwindigkeits Forschungsnetzwerk Internet2 verbinden.

Einsatzgebiete für das neue Arbeitstier sind Gensequenzierung oder Molekül- und Zellmodelle in der Molekularbiologie, Wettervorhersagen in der Meteorologie, Quantenchemie oder medizinische und werkstoffliche Simulationen. Die Vorteile für die Wissenschaftler liegen darin, dass die Rechengeschwindigkeit hoch ist, aber auch, dass verschiedene Gruppen leichter ihre Ergebnisse austauschen können. Die Kosten – rund 3,1 Millionen US-Dollar – trägt der brasilianische Staat durch eine Förderreihe für Studien und Projekte innerhalb des Ministeriums für Wissenschaft und Technologie.

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