Blendax EXSi: Uni Bremen eröffnet virtuellen Sandkasten

Der Prototyp von Blendax eXSi kann bereits Sand in 3D darstellen.

Anlässlich eines Artikels im aktuellen Linux-Magazin, der sich mit den Schwierigkeiten der 3D-Programmierung von grobkörnigen Materialien wie Sand beschäftigt,hat das Blendax-Projekt der Universität Bremen den Prototypen eines virtuellen Java-Sandkastens im Web veröffentlicht.

Während Wasser und Flüssigkeiten in der Welt der Computergraphik und -Spiele allgegenwärtig sind, ist die realistische Darstellung von grobkörnigen Substanzen wie Sand noch eher die Ausnahme. Diesen Misstand nahm sich eine Projektgruppe der Universität Bremen an und entwickelte eXSi, eine interaktive Sandsimulation. Die studentischen Entwickler aus den Studiengängen Informatik und digitale Medien erarbeiteten binnen eines Jahres mit Open-Source-Tools wie Blender, Java und der Lightweight Java Game Library Lwjgl einen Prototyp, der sich auf jedem PC mit einem Java Runtime Environment ausprobieren lässt.

Für das Linux-Magazin 1/2010 zeigen die Entwickler, welche Probleme Sand in der Darstellung verursacht und wie sie optimierte Verfahren, zum Beispiel eine Height Span Map einsetzen, um eine Fussbewegung oder ein “Schaufeln” im Sand darzustellen. Im Downloadbereich des Projektes steht der Prototyp und eine 40 MByte große PDF-Schautafel zum Download zur Verfügung.

Der Prototyp von Blendax eXSi kann bereits Sand in 3D darstellen.

Der Prototyp von Blendax eXSi kann bereits Sand in 3D darstellen.

Blendax ist ein studentisches Projekt der Digitale Medien AG und ein Hauptstudiumsprojekt der Universität Bremen. 2007 und 2008 entwickelten die Studenten TUT, das Theater-Unterstützungs-Tool, 2008 und 2009 eXSi, den Protoyp einer Sandsimulation. Unter Leitung von Professor Dr. Rainer Malaka, Marc Herrlich und Martin Faust entstehen hier Open-Source-basierte Softwareprojekte.

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