Bitkom kritisiert einheitliche Ladebuchse

Der Branchenverband Bitkom kritisiert die Gesetzesvorlage der EU-Kommission, die die Hersteller von Smartphones, Tablets, Digitalkameras, Kopfhörern, Headsets, tragbaren Videospielkonsolen und tragbare Lautsprechern mit kabelgebundener Ladefunktion auf die USB-C-Buchse und das Protokoll USB Power Delivery (USB PD) verpflichten will.

Zwar begrüßt auch der Bitkom, dass “sich die EU-Kommission darum bemüht, die Menge an Müll und Elektroschrott schnell und stark zu senken”. Er befürchtet aber neuen Elektroschrott, wenn eine nicht kleine Gruppe von Smartphonenutzern (gemeint sind die iPhone-Nutzer) ihre bisherigen Kabel dann nicht mehr benutzen könnten. Gleichzeitig verstoße ein “solcher regulatorischer Eingriff gegen das Prinzip der Technologieoffenheit. Aller Voraussicht nach wird er eine Reihe künftiger Innovationen, die auch die Umweltbilanz der Geräte verbessern werden, bremsen oder ganz verhindern”, meint der Bitkom.

Der Gesetzentwurf steht am Ende eines über 10 Jahre andauernden Prozesses, in dessen Verlauf keine freiwillige Übereinkunft der Hersteller zustandekam.

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2 Kommentare
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Atalanttore
4 Jahre her

Genug Zeit ist vergangen. Wenn die Hersteller sich nicht einigen können, macht es die EU.

Alex
4 Jahre her

10 Jahre lang konnte das Ladegerät vom Smartphone von früher wegen inkompatel (anderer Stecker) weggeworfen werden und es kümmerte niemanden. Jetzt setzt sich endlich eine Lösung durch, dies zu vereinheitlichen, um den Müllberg zu reduzieren und die Bitkom schreit auf. Was soll das? Wollen die Hersteller diese Richtlinie nicht, um Benutzer an sie zu binden?

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