Bitkom kritisiert Auflagen für Rechenzentren

Der Digitalverband Bitkom hat einen Gesetzesentwurf des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz für ein Energieeffizienzgesetz kritisiert, weil es die Auflagen für Rechenzentren massiv verschärfe.

Bitkom begrüßt zwar ausdrücklich, dass die Bundesregierung den Ausbau erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Energie­einsparungen in allen Bereichen von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft vorantreibt. Dabei müsse aber klar sein, dass sich Deutschlands Klimaziele nur mit und nicht gegen die Digitali­sierung erreichen ließen, teilt der Bitkom mit. Dass alle deutschen Rechenzentren ab 2024 – also in etwas mehr als einem Jahr – zu 50 Prozent und ab 2025 komplett mit Ökostrom betrieben werden sollen, sei kontraproduktiv. Bis dahin sei die Energiewende in Deutschland nicht umgesetzt und es sei nicht ausreichend Strom aus regenerativen Quellen verfügbar, kritisiert der Verband. Wenn nun Rechenzentren überproportional regenerativ erzeugten Strom aufkaufen müsse, fehle dieser Strom anderen Kunden und gleichzeitig werden die Strompreise weiter nach oben getrieben, teilt der Bitkom mit.

Bitkom-Präsident Achim Berg sagte: „Rechenzentren bilden die Basis der Digitalisierung und werden nun durch das Energieeffizienzgesetz aus Deutschland vertrieben. Die geplanten Vorgaben sind für viele Rechenzentren nicht erfüllbar und konterkarieren die von der Bundesregierung jüngst in ihrer Digitalstrategie formulierten Ziele. Rechenzentren hängen vom deutschen Strommix ab und dieser Strommix wird von der Politik gesetzt. Jetzt die Rechenzentren für die energiepolitischen Fehlleistungen von Bund und Ländern in Haft zu nehmen, wird Deutschlands Klimabilanz mittelbar verschlechtern und schwächt zudem die Sicherheit unserer kritischen Infrastrukturen.“

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