Der ITK-Branchenverband Bitkom sieht durch die Katastrophe in Japan auf Produzenten und Händler im Elektroniksektor Probleme zukommen.
Eine Umfrage unter den Händlern und Herstellern habe ergeben, dass vier von fünf stichprobenartig Befragten Waren oder Vorprodukte aus Japan beziehen. 17 Prozent der Hersteller und Händler bemerken Lieferengpässe bei Geräten, Komponenten oder Bauteilen. 19 Prozent erwarten solche Einschränkungen in den kommenden Wochen. 29 Prozent sehen Nachschubprobleme in den kommenden Monaten.
Auswirkungen auf die Preise haben 21 Prozent der Hersteller und Händler beobachtet. 21 Prozent rechnen mit Preissteigerungen in den kommenden Wochen, 17 Prozent in den kommenden Monaten. 19 Prozent erwarten keine Preisänderung.
Aus Sicht der Bitkom besteht eine Gefahr der radioaktiven Belastung der eingeführten Waren derzeit nicht. An den Flughäfen werde kontrolliert und an den deutschen Häfen ebenfalls, so der Verband. Deutschland importierte aus Japan im Jahr 2010 Hightech-Produkte im Wert von 3,4 Milliarden Euro, teilt die Bitkom mit. 1,6 Milliarden Euro entfallen auf so genannte Vorprodukte wie elektronische Bauelemente und Leiterplatten, 1,8 Milliarden Euro auf fertige Geräte.



