Bitkom: 51.000 offene Stellen für IT-Spezialisten

Entwicklung des Stellenmarkts. Quelle: Bitkom

Der Branchenverband Bitkon sieht eine Verschärfung des Mangels an IT-Exprten in Deutschland. Laut einer vom Verband beauftragten Studie könnten derzeit 51.000 Stellen besetzt werden.

Für die Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte wurden in einer repräsentativen Umfrage mehr als 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen aller Branchen befragt.

Sieben von zehn ITK-Unternehmen (70 Prozent) geben an, dass aktuell ein Mangel an IT-Spezialisten herrscht. Vor einem Jahr waren es erst 60 Prozent. 20.500 unbesetzte Stellen finden sich in Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche. Vor allem Softwareanbieter und IT-Dienstleister sind laut der Befragung auf der Suche, bei ihnen gibt es alleine 17.400 freie Stellen. 2.200 Experten werden bei Unternehmen gesucht, die IT-Hardware und Kommunikationstechnik oder Unterhaltungselektronik anbieten. 900 freie Stellen gibt es bei den Anbietern von Telekommunikationsdiensten.

Die Unternehmen sind vor allem auf der Suche nach Software-Experten. 6 von 10 Digitalunternehmen (60 Prozent), die freie Stellen für IT-Spezialisten haben, suchen Software-Entwickler. Know-how rund um Big Data (47 Prozent der Unternehmen, die Software-Entwickler suchen), Cloud Computing (40 Prozent) sowie Apps (36 Prozent) ist gefragt.

Kräftig gestiegen ist die Nachfrage nach Entwicklern mit Kenntnissen rund um Industrie 4.0 – diese werden von 35 Prozent der Unternehmen mit Stellen für Entwickler nachgefragt, vor einem Jahr lag der Anteil nur bei 23 Prozent. Neben Software-Entwicklern suchen die ITK-Unternehmen verstärkt IT-Berater (21 Prozent der Unternehmen, die unbesetzte IT-Stellen haben), vor einem Jahr waren es nur 14 Prozent.

Entwicklung des Stellenmarkts. Quelle: Bitkom

Entwicklung des Stellenmarkts. Quelle: Bitkom

Bei Unternehmen, die IT nur in Anspruch nehmen und keine eigenen Services dafür anbieten, sind aktuell 30.500 Stellen für IT-Experten unbesetzt. Dabei geht die Nachfrage nach Anwendungsbetreuern und Administratoren zurück (von 44 Prozent auf 37 Prozent der Unternehmen mit offenen IT-Stellen), der Bedarf an Software-Entwicklern steigt dagegen weiter (von 27 Prozent auf 31 Prozent). Daneben suchen diese Unternehmen verstärkt IT-Sicherheitsexperten (17 Prozent) sowie IT-Berater (14 Prozent).

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