Bitdefender knackt Verschlüsselung von Linux.Encoder1

Die Securityspezialisten von Bitdefender haben die Ransomware Linux.Encoder1 untersucht und eklatante Bugs in der Verschlüsselung entdeckt.

Die Ransomware Linux.Encoder1 ist wie berichtet dazu angetan, Linux-Systeme zu verschlüsseln und dann Lösegeld zu erpressen. Bitdefender hat durch Reengeniering des Trojaners herausgefunden, dass sich die verschlüsselten Dateien ohne Lösgeldzahlung wieder entschlüsseln lassen. Die Security-Spezialisten bieten dafür ein Skript an, dass diese Arbeit auf betroffenen Systemen übernimmt.

Nach Erkenntnissen von Bitdefender macht sich Linux.Encoder1 seine Hauptaufgabe, die Verschlüsselung von Dateien in den Verzeichnissen /home, /root, /var/lib einfach, oder besser zu einfach. Statt zufällige Keys zu erzeugen nimmt die Ransomware schlicht den Zeitstempel bei der Verschlüsselung. Damit lässt sich der Schlüssel einfach aus dem Zeitstempel der Datei rekonstruieren. Es ist damit nicht nötig, den RSA-Key zu kaufen, den der Trojaner gegen Bezahlung anbietet. Bitdefender hat eine Analyse der Ransomware veröffentlicht und bietet auch das Skript zum Download an. Je nach dem, wie weit der Trojaner mit der Verschlüsselung gekommen ist, kann es nötig sein den betroffenen Rechner über eine Live-CD zu starten und von dort aus das Entschlüsselungs-Skript, teilt Bitdefender mit.

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