Wegen der exzessiven Energieverschwendung steht das Bitcoin-Mining schon lange in der Kritik. Das ist aber noch nicht alles: Nun belegt eine Studie der beiden Wissenschaftler Alex de Vries (De Nederlandsche Bank, Amsterdam) und Christian Stoll (Center for Energy Markets, Technische Universität München) im Journal “Resources, Conservation and Recycling”, dass die kurzlebige Hardware der Miner zudem eine beträchtliche Menge E-Schrott produziert. Mit Stand vom Mai diesen Jahres belief sich das Aufkommen auf 30,7 Kilotonnen Elektroschrott pro Jahr. Das ist so viel, wie sonst in den gesamten Niederlanden anfallen. Umgerechnet bedeutet das, dass jede einzelne Transaktion 272 g solchen gefährlichen Mülls erzeugt, der giftige Chemikalien und Schwermetalle enthält.
Das Problem entsteht, weil die Bitcoin-Miner gezwungen sind, stets die neuesten ASIC-Prozessoren einzusetzen, die auf den SHA-256-Hash-Algorithmus spezialisiert sind. Ältere Prozessoren sind nicht mehr konkurrenzfähig und das Mining damit nicht rentabel. So erreichen die Rechner, die für andere Zwecke kaum einsetzbar sind, nur eine Lebensdauer von 1,3 Jahren.






Der Autor sollte die Studie auch mal lesen und nicht nur die Pressemitteilung (die auch noch falsch verkürzt ) wiederholen. Wirklich peinlich Herr Brendel, so wird es nie was mit dem Pulitzer.
Wenn Sie etwas kritisieren wollen, sollten Sie sich nicht hinter nebulösen Formulierungen verstecken, sondern klar sagen, was Ihrer Meinung nach nicht stimmt. Unsere News enthält ausschließlich Fakten, die genau so in der Studie genannt werden. Eine Pressemeldung hatte ich im übrigen gar nicht zur Hand.
Ich muss Stefan recht geben. Also wenn man den Text aus der Mitteilung übersetzt ergibt sich zusammenfassend ein etwas anderes Bild als der Artikel hier vermittelt: Der steigende Energieverbrauch von Bitcoin hat eine leidenschaftliche Debatte über die Nachhaltigkeit der digitalen Währung ausgelöst. Und doch haben die meisten Studien bisher ignoriert, dass Bitcoin-Miner eine wachsende Menge an kurzlebiger Hardware verbrauchen, die das Wachstum des weltweiten Elektroschrotts noch verschärfen könnte. Elektroschrott stellt eine wachsende Bedrohung für unsere Umwelt dar, von giftigen Chemikalien und Schwermetallen, die in die Böden gelangen, bis hin zur Luft- und Wasserverschmutzung durch unsachgemäßes Recycling. Wir stellen hier eine… Mehr »
Die in der Nachricht genannten Zahlen werden als Ergebnis der Studie dargestellt. Dass die Wissenschaftler dabei nicht jeden ausrangierten Rechner einzeln abgewogen, sondern das Ergebnis abgeschätzt haben, versteht sich mehr oder weniger von selbst. Im übrigen: Wenn man eine 30-Seiten-Studie in einer 30-Zeilen-Nachricht zusammenfasst, muss man Details weglassen, es geht nicht anders. So habe ich z.B. auch weggelassen, dass der Schrottberg nach Schätzung der Studienautoren noch sehr viel höher ausfallen könnte. Dass der Text “völlig aus dem Kontext” gerissen sei, ist lächerlich.
Der Artikel ist der u.A. Quelle fast im Wortlaut gleich.
Ich sehe da keinen Fehler, eventuell haben Sie eine andere Quelle gelesen?https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0921344921005103 (https://www.sciencedirect.com Volume 175)