Berühmter LLM-Skeptiker holt Rekord-Finanzierung

(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com

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Yann LeCun, KI-Pionier, Turing-Preisträger (“Nobelpreis für KI”) und ehemaliger Chefwissenschaftler bei Meta hat für sein eigenes Start-up AMI Labs (Advanced Machine Intelligence) eine Anschubfinanzierung in der für Europa einmaligen Höhe von 890 Millionen Euro eingeworben.

Nun werde man in den nächsten Wochen “großartige KI-Talente einstellen, die von der Vision und der Reise begeistert und motiviert sind”, so LeCun gegenüber dem Handelsblatt. Man sei “bestrebt, das weltweit bestmögliche Team aufzubauen”. Die Kapitalgeber bewerten die 2025 gegründete Firma mit etwa drei Milliarden Euro. Besonders der alternative Ansatz LeCuns ist für sie offenbar attraktiv.

LeCun ist nämlich davon überzeugt, dass LLMs nicht der Weg hin zu einer Superintelligenz sein können. Das war auch der Grund für Spannungen zwischen ihm und Mark Zuckerberg bei Meta, die schließlich zu seinem Ausscheiden dort beitrugen. Stattdessen will AMI Labs sogenannte Weltmodelle entwickeln, die der KI helfen sollen, den Zustand ihrer Umgebung zu erkennen und die Folgen von Handlungen vorauszuberechnen. Das würde insbesondere Industrierobotern helfen, sich autonom zu bewegen und könnte die nächste Stufe der KI-Revolution prägen.

Sein Führungsteam rekrutiert LeCun vor allem aus Ex-Meta-Mitarbeitern. Während er selbst den Vorsitz des Verwaltungsrats übernimmt, soll Alexandre LeBrun CEO werden, seines Zeichens früherer Chefingenieur in Metas KI-Forschung. Das operative Geschäft soll Laurent Solly verantworten, der bei Meta Vice President für Europa war. Und auch die Chefposten in der Forschung hat LeCun mit zwei ehemalige Meta-Wissenschaftler besetzt: Chefwissenschaftler wird Saining Xie und Forschungschefin Pascale Fung.

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