Berlin untersucht sein Linux-Potenzial

Die Berliner Technologiestiftung hat eine Umfrage beauftragt, die das Potenzial quelloffener Software bei Unternehmen, wissenschaftlichen Institutionen und Netzwerken ans Licht bringen soll. Sie bittet um Teilnahme per Online-Registrierung.

Die Innovationsagentur GmbH, ein Geschwister der Technologiestiftung, hat die Beraterfirma Micus mit der Potenzialanalyse bis Ende des Jahres beauftragt. Dazu wird es eine Online-Umfrage in Wirtschaft, Wissenschaft und Netzwerken geben. Teilnehmen sollen insbesondere kleine und mittlere Hersteller und Dienstleister im Bereich Open-Source-Software sowie Forschungseinrichtungen mit OSS-Aktivitäten. Open-Source-Netzwerke in der Hauptstadtregion sind ebenfalls gefragt. Die öffentlich beauftragte Beraterfirma ruft entsprechende Persönlichkeiten gemeinsam mit der IHK Berlin und der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen zu einer Online-Anmeldung auf, um später an der noch in Arbeit befindlichen Umfrage teilzunehmen. Die beauftragte Firma Micus “arbeitet derzeit fieberhaft an dem Umfragedesign”, sagte Michael Stamm von der Technologiestiftung zu Linux-Magazin Online. In etwa zwei Wochen soll es fertig sein.

Open-Source-Software ist Teil der Berliner IT-Strategie zwischen 2007 und 2009. Die Berliner Wirtschaftsverwaltung hat für die Entwicklung dieses Handlungsfeldes die TSB Innovationsagentur GmbH gegründet, die eine Tochter der teils öffentlich-rechtlichen, teils vereinsrechtlich getragenen Technologiestiftung Berlin (TSB) ist. Der Stiftung trifft Entscheidungen mittels eines Kuratoriums, das sich aus Vertretern der freien Wirtschaft, wissenschaftlichen Instituten und Mitarbeitern der Berliner Verwaltung zusammensetzt. Das Kuratorium stellt mit seinen Entscheidungen Fördermittel aus dem Berliner Zukunftsfonds bereit. Der Zukunftsfonds speist sich aus Geldern der Teil-Privatisierung der Berliner Wasserbetriebe 1999, und fördert Innovationsprojekte mit strategischer Bedeutung für die Region. Grundlage der Förderentscheidungen sind Empfehlungen des Berliner Technologie- und Innovationsrates, dessen Mitglieder der Berliner Bürgermeister auf fünf Jahre beruft und die er ebenfalls aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik rekrutiert.

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