Die Electronic Frontier Foundation (EFF) nennt konkrete Starttermine für die neue Zertifizierungsstelle “Let’s Encrypt”, die freie Zertifikate ausgeben möchte. Noch in diesem Sommer soll die CA (Certificate Authority) ihre Arbeit aufnehmen.
Erste Zertifikate will man laut einem Blogeintrag am 27. Juli 2015 ausgeben, ab dem 14. September will Let’s Encrypt dann Zertifikate für die Allgemeinheit veröffentlichen. In der Zeit dazwischen will die EFF testen, ob die Systeme sicher, konform und skalierbar laufen.
Erst kürzlich hat die EFF das Root-Zertifikat (ISRG Root X1) erzeugt, das sie über einen Zwischenhändler (Intermediate X1 CA Certificate) verteilt. Einen zweiten Zwischenhändler (Intermediate X2 CA Certificate) hält die EFF in Reserve. ISRG Root X1 bleibt offline, die privaten Schlüssel seien sicher in einem Hardware Security Module (HSM) gespeichert. Aktuell gibt es nur RSA-Schlüssel, ECDSA-Schlüssel sollen noch in diesem Jahr folgen.
Cross-Signaturen wird es vorerst nicht geben. Die Zertifikate funktionieren anfangs nur, wenn der Client das Root-Zertifikat von Let’s Encrypt selbst installiert. Bis zum offiziellen Ausgabetermin im September will man nach und nach mehr Zertifikate ausgeben, jedoch nur für ausgewählte Domains. Ab September öffnet die EFF das System dann für sämtliche Domains. Zugleich ermöglicht sie eine Cross-Signatur für Identrust, wodurch die Zertifikate für die allermeisten Internetnutzer funktionieren sollen.
im November 2014 hatte die EFF angekündigt, eine eigene Zertifizierungsstelle auf die Beine stellen zu wollen, die freie Zertifikate ausstellt. Der Prozess soll dabei 20 bis 30 Sekunden dauern und nicht 1 bis 3 Stunden wie bisher (Linux-Magazin berichtete). Mit an Bord sind Mozilla, Identrust, Cisco, Akamai und die Universität von Michigan.






