Im Atlascamp stellte Hersteller Atlassian heute die Neuerungen rund um Jira, Bitbucket, Confluence und Co. vor. Das Unternehmen selbst tritt der Open-API-Initiative bei, veröffentlicht Radar als Open Source und verbessert die Continuous Integration für Bitbucket.
Die Veranstaltung in Barcelona geht vom 23. bis 25. Mai 2016 und findet nicht ohne Grund in Europa statt. Zwar liegen Atlassians Ursprünge in Australien, Geld verdient das Unternehmen, das Jira, Bitbucket, Hipchat, Confluence und viele weitere Tools entwickelt, aber zu einem guten Teil in Europa, wo es etwa 40 % seiner Umsätze macht.
Dass die Nasdaq seit Ende 2015 Aktien von Atlassian handelt (laut Reuters blieben beim IPO 462 Millionen US-Dollar hängen), dürfte in Sachen Liquidität helfen. Die Konferenz fand jedenfalls in einem gehobenen Hotel mit Meerblick vor der Küste Barcelonas statt. Der Börsengang war hier bislang allerdings kein Thema, Pläne für Verbesserungen hat das Unternehmen aber durchaus, wie die Keynote deutlich machte.
Generell mache sich eine Verschiebung von den Server- zu den Cloudangeboten bemerkbar, erklärte CTO Sri Viswanath in seiner Begrüßungsansprache. Letztere erlauben den schnelleren Zugriff auf neue Features. Die Firma will daher mehr Geld und Zeit in seine Cloud-Dienste stecken, auch der Marketplace, über den Atlassian Add-ons für die eigenen Produkte anbietet, soll künftig mehr abwerfen.
Ein zweiter Fokus liegt auf der Mobilentwicklung. Neu angekündigt wurden native Apps für Confluence und Jira, für die es bislang optimierte Webseiten gab. Während die Confluence-Apps eher dazu diene, die Confluence-Inhalte strukturiert abzurufen, lasse sich mit der App für Jira auch produktiv arbeiten. Confluence bringt neuerdings zudem eine Collaboration-Funktion mit, die es mehreren Nutzern erlaubt, parallel auf derselben Seite zu arbeiten und Dateien hochzuladen und auszutauschen. Die Software befindet sich noch im Betastadium.
Pipelines und Swagger-Support
Produktmanager Jens Schumacher kündigte zudem Pipelines für Bitbucket an. Der Deutsche lebt in Australien, ist bereits seit 2004 bei Atlassian, als die Firma noch aus 12 Leuten bestand. Pipelines sollen Bitbucket fitter für den Devops-Einsatz machen. Sie sollen eine einfache Möglichkeit bieten, Continuous Integration, Delivery und Deployment umzusetzen. Entwickler erfahren dank ständiger Builds früher, ob ihre Code-Commits funktioniert und sehen so Probleme rechtzeitig kommen. Aufgrund der einfachen Bedienung erhofft sich Schumacher, dass auch Designer ihren Code einfacher testen können. Pipelines würden zwar nicht die Notwendigkeit von QA-Teams aufheben, verhinderten aber Regressionen.
Für Entwickler ebenfalls interessant: Atlassian hat sich der Open-API-Initiative angeschlossen, die unter dem Schirm der Linux Foundation versucht, mit Swagger ein einheitliches-API-Format zu entwickeln. Von dem erhofft sich die Firma, einheitlichere APIs für die eigenen Produkte zu entwickeln. Aber nicht nur das: der API-Standard soll vor allem für eine automatische Dokumentation aus dem Code heraus sorgen, wie Produktmanager Steve King gegenüber dem Linux-Magazin erklärte. Mit Radar steuert Atlassian zugleich einen selbst entwickelten API Documentation Generator unter Apache-2-Lizenz bei.







