Die meisten Administratoren verwenden Monitoring-Tools, um ihre Server zu überwachen. Mit IPMI geht das auch, wenn auf ihnen gerade kein Betriebssystem läuft. Wie, zeigt Justin Penney im ADMIN-Magazin 03/2010.
Für Linux gibt es eine reiche Palette an Software, um Server-Systeme zu überwachen, aber die funktionieren eben nur, wenn das Betriebssystem auch läuft. Wenn es abgestürzt ist oder ein Einbrecher die Netzwerkfunktion lahmgelegt hat, sieht es damit schlecht aus.
Das Intelligent Platform Management Interface (IPMI, PDF) ist dagegen eine Schnittstelle zur Überwachung der Server-Hardware, die unabhängig vom Betriebssystem ist. Wenn kein Betriebssystem läuft, kann der Administrator mit IPMI einen Server herunterfahren oder neu starten. Darüber hinaus verschafft es Zugang zu Hardware-Informationen und Einstellungen, die zum Teil nicht einmal über normale Management-Tools zugänglich sind.
Zu Beginn kann die komplexe IPMI-Konfiguration für den Administrator oft frustrierend sein. Es lohnt sich aber spätestens, wenn einem das IPMI-Setup zum ersten Mal die nächtliche Fahrt zum Serverraum erspart.


