Schon lange vor seiner Zeit bei Canonical schrieb Michael Vogt Software, damals für Debian. Was ihn zu Canonical brachte, was er dort tut und wie er zu Debian steht, verrät der Herr der Pakete im Interview.
Ubuntu-User: Wo genau wohnst Du eigentlich in Deutschland?
Michael Vogt: In einem kleinen Ort in der Nähe von Trier (Bullay).
Ubuntu-User: Wie lange arbeitest Du schon für Canonical und wie bist Du dort gelandet?
Michael Vogt: Für das Projekt engagiere ich mich bereits seit der Gründung (also seit ca. Anfang/Mitte 2004). Ich war damals gerade mit der Arbeit am Synaptic Package Manager für Debian beschäftigt und Ubuntu brauchte ebenfalls eine solche GUI, daher wurde ich direkt angesprochen ob ich nicht mitmachen will. Seitdem ist sind grafische Oberflächen und Paketmanagement mein Thema.
Ubuntu-User: Warum Ubuntu und nicht OpenSuse, Debian oder Gentoo?
Michael Vogt: Meine erste Heimat war Debian. Dort war ich von 1999 bis ca. 2004 ausschließlich als Entwickler dabei und habe an Synaptic (und an anderer Software) gearbeitet. Ich mag Debian immer noch sehr gern, und bin ein Debian-Entwickler. Aber mein Hauptfokus liegt heute auf Ubuntu und Projekten, die beide Distributionen gleichermaßen nutzen (wie apt und python-apt). Ubuntu hat mehrere sehr gute Ideen, die mich von Anfang an faszinierten: Time based Releases, Code of Conduct und die Philosophie des “it should just work” (dt. “es sollte einfach funktionieren”).
Ubuntu-User: Wie sieht Dein Tagesablauf aus?
Michael Vogt: Ich habe einen ziemlich geregelten Tagesablauf. Ich setzte mich eigentlich immer so gegen 9.00 Uhr an den Rechner, lese E-Mails und trinke ein paar Tassen Grünen Tee. Dann schreibe ich Code oder versuche Bugs zu reproduzieren und zu fixen. Danach gibt’s Mittagessen und dann geht es mit mehr Tee und Code weiter. So gegen 18.00 Uhr gibt’s dann Abendessen und je nach Laune (also fast immer) noch mal Code (aber keinen Tee mehr).
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