Mit dem neuen Entwicklungswerkzeug der gemeinnützigen Linux Foundation soll es für Entwickler erheblich einfacher werden, Anwendungen für verschiedene Linux-Distributionen gleichzeitig zu entwickeln.
Das Programm mit Namen Linux Application Checker wird als Beta 3 auf der frisch aufpolierten Internetpräsenz des Linux Developer Network unter dem Dach der Stiftung vorgestellt. Die neue Software soll Entwicklern schnelle Antwort darauf liefern, wie gut ihre Applikationen auf verschiedenen Linux-Varianten laufen. Hierzu durchsucht das Programm den Code in C und C++ und gibt Hinweise, wie die Entwickler die Portabilität der Programme verbessern können. Eng verwandt ist die Software mit den Zielen einer anderen Arbeitsgruppe der Linux Foundation, der Linux Standard Base (LSB). Die LSB hat sich ebenfalls zum Ziel gesetzt, die Arbeit mit unterschiedlichen Ausprägungen des freien Betriebssystems zu erleichtern und bietet hierzu eine Zertifizierung für Anwendungen, die verschiedene Distributionen des Linux-Betriebssytems gleichzeitig mit nur einem Softwarepaket bedienen. Neben der Prüfung auf Zusammenarbeit mit verschiedenen Distributionen gibt der neue Application Checker zugleich auch Auskunft darüber, ob die hier getestete Software für eine LSB-Zertifizierung geeignet ist. Das Testergebnis liefert die Software in Form eines Berichts der auflistet, mit welchen Linux-Versionen aus der LSB-Datenbank die Applikation in welchem Umfang kompatibel ist.
Die Software ist das Ergebis einer Gemeinschaftsarbeit der Russischen Akademie der Wissenschaften mit einer Arbeitsgruppe der Linux Standard Base (LSB). Da es sich noch um eine Betaversion handelt, geben die Entwickler des Application Checkers vorsorglich einen Warnhinweis: “Die Autoren/Maintainer der Bibiliothek möchten derzeit noch keine Garantie übernehmen, dass die Oberfläche stabil ist und sich nicht mit der Zeit ändern, oder dass die Oberfläche noch nicht gut dokumentiert ist, oder dass die LSB-Arbeitsgruppe derzeit die Oberfläche oder Bibliothek zur LSB hinzugefügt hat.”
Die neue Webseite für Linux Entwickler ist mit “Beta” betitelt und ist ein erstes Ergebnis der Arbeit von Brian Profitt, dem neuen Community-Manager der Linux Foundation (Linux-Magazin Online berichtete). Bei seinem Amtsantritt versprach Profitt Linux-Entwicklern ein informatives Forum im Internet mit ausführlichen Dokumentationen, Test-Software und Austauschmöglichkeiten. Mit seinen Begrüßungsworten schürt er die Erwartungen weiter: “Wenn du Glück hast, kannst du gleich am Anfang dabei sein. Wenn etwas Großes als etwas Kleines beginnt. Heute fühle ich mich, als hätte ich Glück.”



