Angeschaut: Motorola Milestone mit Android 2.0 (Galerie)

Unter den inzwischen zahlreichen Smartphones mit Android-Betriebssystem zeichnet sich das Motorola Milestone durch seine aufschiebbare Tastatur aus .

Das in den USA unter dem Modellnamen Droid schon länger auf dem Markt befindliche Milestone hat von der Hardware-Ausstattung alles was nötig ist: UMTS-HSDPA-Unterstützung, WLAN, 5-Megapixel-Kamera, A-GPS, großes, multitouchfähiges 3,7-Zoll-Display (854 x 480 Pixel), Micro-SD-Karte und QWERTZ-Tastatur. Mit 116 x 60 x 14 Millimeter ist das Handy zwar einer der größeren Brocken, liegt aber angenehm in der Hand und ist – trotz 170 Gramm Gewicht noch in der Hemdtasche transportabel.

Die Vorzüge von Android 2.0 bringen dem Windows-(Firmen-)Anwender die Synchronisation zwischen Handy und Outlook. Linux-Nutzer schauen wie bei allen Android-Handys diesbezüglich in die Röhre. Zumindest fehlt eine Anwendung zur bequemen Synchronisation mit Linux-PCs. Als Modem lässt sich das Milestone unter Linux ebenfalls nicht einsetzen. Google-Mail – und eben ein Google-Mail-Konto – sind wie üblich für die Einrichtung und den Abgleich von Daten gedacht. Der Linux-Rechner weist das Handy ansonsten als Wechselspeicher aus. Wie bei Android üblich ist der Market für die Versorgung mit Software in App-Form zuständig.

Im täglichen Gebrauch fällt das Handy angenehm auf. Es ist – mit einiger Android-Gewohnheit – gut zu bedienen, überzeugt von der Telefonie und auch vom sonstigen Feature-Angebot. Die Kamera liefert akzeptable Ergebnisse. Die Tastatur ist – anders als auf den ersten Blick gedacht – fast vertipperfrei bedienbar und die Vier-Wege-Taste erspart den einen oder anderen Touch aufs Display. Motorola hat allerdings keine Umlauttasten integriert, den Gebrauch von Umlauten schlägt das Handy bei entsprechender Eingabe aber vor: Wer “Munchen” eingibt, landet so bei “München”.

Als Fazit kann gelten, dass Motorola ein Smartphone anbietet, das von der Ausstattung her auf dem aktuellen Stand ist. Die Gestenbedienung ist ein neues Feature, das angenehm auffällt. Obwohl vollschlank, ist das Gerät nicht zu klobig. Mit Android 2.0 hat es eine aktuelle Linux-Firmware an Bord, die neben neuen Features auch alte Schwächen mitbringt: Sie ist nicht – zumindest nicht ohne Hacks – für Linux-Nutzer gemacht. Dass allerdings kann man dem Smartphone nicht vorwerfen.

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