Android Q: Google veröffentlicht erste Beta

Google bietet die für Entwickler gedachte erste Betaversion des kommenden Android Q zum Download auf seine Pixel-Geräte an.

Google bietet die für Entwickler gedachte erste Betaversion des kommenden Android Q zum Download auf seine Pixel-Geräte an. Der Beta steht ein ebenfalls als Vorschau gekennzeichnetes SDK zur Seite.

Der leitende Entwicklungsmanager Dave Burke schreibt in er Ankündigung der Betaversion, dass es Googles oberste Priorität sei es, dem Nutzer Sicherheit und Datenschutz zu gewährleisten. Diesem Gebot entsprechen einige Einstellungsmöglichkeiten in den Berechtigungen für Apps. Eine davon ermöglicht es, die Standorteinstellung feiner zu regulieren. Bisher ist es nur möglich, einer App den Zugriff auf den Standort in vollem Umfang zu ermöglichen oder zu verweigern. Mit Android Q Beta lässt sich einstellen, dass die App nur auf den Standort zugreifen darf, wenn sie im Vordergrund ausgeführt wird.

Feinere Einstellungen soll es auch für den Zugriff auf Fotos, Videos und Audio-Dateien geben. Burke schreibt, dass es dafür neue Runtime-Berechtigungen gäbe. Die äußern sich laut den Release Notes für Entwickler darin, dass jede App eine Sandbox für die eigenen Daten auf dem externen Speicher (etwa eine SD-Karte) des Geräts bekommt. Eine andere App kann auf diese Daten nicht zugreifen. Damit entfalle die Notwendigkeit, einer App immer vollen Zugriff auf den externen Speicher zu geben. Die Daten des Nutzers seien damit besser geschützt, schreiben die Google-Entwickler. Diese Speichermethode scheint für App-Entwickler und auch für bestehende Apps Pflicht zu sein, Android Q ersetze die bislang eingesetzten Berechtigungen READ_EXTERNAL_STORAGE und WRITE_EXTERNAL_STORAGE mit diesen spezifischen Einstellungen.

Eine weitere Umstellung schränkt die Funktion ein, dass Apps sich selbst in den Vordergrund bringen, etwa bei Alarmen, Benachrichtigungen oder eingehenden Anrufen. Android Q reguliert diese Möglichkeit streng, Entwickler müssen ihre Anwendungen eventuell anpassen. Weitere Sicherheitsmaßnahmen regulieren in Android Q den Zugriff auf unveränderliche Daten zur Geräteidentifikation, etwa der IMEI oder Seriennummern. Android Q ändere zudem die MAC-Adresse des Geräts per Zufallsprinzip, wenn das Smartphone sich in unterschiedliche WLANs einlogge. Diese Möglichkeit bot Android Pie bereits als Option. Android Q bringt zudem Unterstützung für TLS 1.3 mit.

Das kommende Betriebssystem soll Entwicklern auch diverse Optionen für den Einsatz ihrer Apps auf den mittlerweile vorgestellten faltbaren Displays bieten. Außerdem sollen sich Daten besser mit anderen Nutzern teilen lassen. Dafür gibt es die neuen Sharing Shortcuts, über die der Nutzer mit dem Verweis auf die zu teilenden Daten direkt in die dafür gewünschte App springen kann.

Sharing Shortcuts sollen das Teilen von Inhalten erleichtern. Quelle: Google

Zu den weiteren Neuerungen zählt Google dynamische Tiefen für Fotos und neue Codecs für Video und Audio. Die Grafik der Geräte soll vom der Implementierung des Grafikabstraktionslayers Angle profitieren. Um Android Q Beta zu installieren, ist derzeit ein Pixel-Gerät von Google nötig und eine Anmeldung zum Beta-Programm. Wer kein Pixel-Smartphone besitzt muss mit einer Emulation Vorlieb nehmen. Burke beschreibt die verschiedenen Installationsmöglichkeiten in seinem Beitrag.

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