Alpine-Linux 3.0.0 mit Musl Libc

Einen besonderen Anspruch an die Sicherheit reklamiert die Alpine-Distribution für sich, die sich auf Servern, Routern und Firewalls zu Hause fühlt. Nun ist Version 3.0.0 erschienen.

Anstelle der Uclibc setzt Alpine neuerdings auf Musl Libc, wodurch das ABI nicht mehr kompatibel mit den vorhergehenden Versionen von Alpine ist. Die Entwickler raten zur Vorsicht beim Upgrade, zudem solle man die Release als Beta betrachten, da es sich um die erste mit der Musl Libc handele.

Es gibt neue Versionen zahlreicher Pakete, allen voran der Kernel, der nun in Version 3.14.5 vorliegt. Daneben sind LXC 1.0.3, Qemu 2.0.0, Asterisk 12.3.0, Open SSH 6.6p1 sowie Open JDK 7 und Varnish 4.0.0 an Bord. Als Desktops kommen wahlweise Gnome und Xfce zum Einsatz, neu dabei sind zum Beispiel Firefox 29 und Virt-Manager 1.0.1.

Webseite von Alpine-Linux.

Webseite von Alpine-Linux.

Da der ARM-Port bislang experimentell ist, haben die Entwickler ihn noch nicht in die Releasebuilds integriert. Komplizierte Bugs wurden behoben, es gibt einen besseren Support für UTF-8 und Zeitzonen. Zu den noch nicht funktionierenden Komponenten gehören NFS, Xen und Freeswitch.

Alpine Linux bringt einige Features mit, die es besonders sicher machen sollen. Dazu gehören etwa eine Stack-Smash-Protection und Pax, ein Kernel-Patch für Executable Space Protection. Verschiedene ISOs für x86- und x86_64-Systeme finden sich im Downloadbereich der Webseite.

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