Das Unternehmen Alfresco hat die nächste Generationen seines Enterprise-CMS freigegeben, das dynamische Webseiten erstellt und neue APIs bietet.
Die neue Version unterstützt Kollaborationsmöglichkeiten: Benutzer können per Drag and Drop einen gemeinsamen Kalender pflegen, Microsoft-Office-Dokumente online bearbeiten oder PDFs und andere Dokumente auf unterschiedlichen Zoom-Stufen online vorschauen. Das Alfresco-Team hat außerdem einen neuen Share-Client implementiert, der Zusammenarbeit für externe Teams à la Web 2.0 unter anderem mit Blogs, Wiki und Dokumentenbibliothek ermöglicht. Er tritt neben den herkömmlichen Alfresco Explorer. Neu ist zudem das Webstudio, eine neue grafische Oberfläche, mit der Endanwender Webseiten editieren.
Die Alfresco-Suite hat auch ihre Programmier-Schnittstellen erweitert. Auf ein neues API für Web-Contentmanagement setzt das Framework Surf auf, mit dem Anwender Ajax-Weboberflächen erstellen. Mit Surf wiederum ermöglicht Alfresco Labs 3.0 dynamische Skript-Webseiten. Alfresco selbst hat dieses Tool für das neue Webstudio benutzt. Schließlich hat das Entwicklerhaus seine eigene neue Spezifikation implementiert, das es gemeinsam mit IBM, Microsoft, Oracle, SAP und anderen ausgeheckt hat: Mit den Content Management Interoperability Services (CMIS) sollen Content-Management-Systeme ihre Inhalte untereinander austauschen können.
Alfresco Labs 3.0 steht in verschiedenen Versionen zum Download bereit, zum Beispiel als All-Inclusive-Version mit Tomcat, als Version für andere Java-Application-Server und als Quellversion. Voraussetzungen sind das Java Development Kit ab Version 5. An Bord hat Alfresco die Datenbank Apache Derby (siehe Installations-Guide, PDF, 1,2 MByte). Alle weiteren Informationen, die das Unternehmen bereit stellt, finden sich in der Wiki-Kategorie zur Release 3.0. Alfresco empfiehlt die Open-Source-Version nicht als Produktivversion, sondern verweist auf die Kaufversion mit Garantie, Haftung und Support. Grund seien experimentelle Teile in der freien Version, was der Evaluation diene. Wegen der Experimentalität änderte sich auch der Name der GPL-Software von vorher “Alfresco Community Edition” in “Alfresco Labs”.



