In seinem Vortrag über Cross-Desktop-Plattformen hielt Gnome-Maintainer Vincent Untz ein flammendes Plädoyer für gemeinsame Entwicklung einer gemeinsamen Desktop-Plattform.
Der Enthusiast freier Software hatte auch pragmatische Argumente. Er sagte, dem Anwender sei egal, welchem Desktop eine Anwendung angehöre, denn dem Nutzer gehe es um die Anwendung an sich. Ein weiteres Argument sei die Wartbarkeit der benötigten Bibliotheken: Man brauche sie nur einmal, wenn man an derselben Applikation entwickele, und braucht sie auch nur ein Mal zu warten. Außerdem würde eine gemeinsame Plattform die Zahl der Anwender erhöhen. Als Beispiel nannte er den populären Browser Firefox. Firefox-Entwickler könnten den Browser enger in eine Desktopumgebung einbinden, womit mehr Anwender damit arbeiten könnten – wenn es denn eine gemeinsame Plattform gäbe, so Untz in seinem Vortrag.
Vincent Untz ist im Vorstand der Gnome Foundation und Gnome Release Manager. Die KDE Akademy 2008 begann heute und dauert bis zum 15. August. Am Samstag und Sonntag gibt es Vorträge über KDE-Projekte. Die darauffolgenden Wochentage sind für das KDE-Vereinstreffen, Totorials und Workshops reserviert.




