Die Open Source Business Foundation (OSBF) hat für das Jahr 2008 den Open Source Business Award verliehen. Der Verein aus Nürnberg will damit europaweit zukunftsweisende Open-Source-Unternehmen fördern.
Den ersten Preis, der mit 50.000 Euro dotiert ist, erhielt die Firma Rapid-I. Sie macht es sich zur Aufgabe, ungenutztes Firmenwissen aus bestehenden Datenbeständen entdecken. Ihre quelloffene Software namens Rapidminer lizenzieren die Dortmunder dual: Es gibt sie unter der GPLv2 sowie mit einer proprietären Lizenz, die Weiterentwicklungen ohne die Pflicht zur Quellcodeweitergabe ermöglicht.
Für den zweiten Platz erhielt das spanische Unternehmen Open Bravo mit ihrer gleichnamigen, webbasierten ERP-Software 15.000 Euro (ERP = Enterprise Resource Planning). Die 2001 gegründete Firma stellt ihre Management-Software unter eine kommerzialisierungsfreundliche Lizenz, die an der Mozilla Public License (MPL) orientiert ist und die sie analog dazu Openbravo Public License nennen (OPL). Für den dritten Platz erhält das Team von Brox IT-Solutions 10.000 Euro. Die Hannoveraner Firma hat sich auf Informationsmanagement spezialisiert und nach eigenen Angaben ihre Software namens Enterprise Information Framework zu Beginn dieses Jahres quelloffen gemacht.
Finanziert haben den OSBF-Award unter anderem die auf Open-Source-Unternehmen spezialisierte Beteiligungsgesellschaft Max21, die den ganzen ersten Preis übernahm, und der Investment-Arm von Intel.



