
Die Grafik zeigt, dass unter den 300 befragten Unternehmen zwischen 2002 und 1999 die Verteilung freier Software dominierte, zwischen 2000 und 2005 die Unternehmen dann auf eigene Faust freie Software entwickelten, und seitdem die Duallizenzierung zugenommen hat.
Die Open-Source-Abteilung der Beratergruppe 451 hat eine qualitative Studie vorgelegt, für die sie verschiedene Unternehmensstrategien im Laufe der Zeit verglichen hat.
Die Balance von Kontrolle und Community identifiziert die Abteilung Commercial Commercial Adoption of Open Source (CAOS) der 451-Gruppe aufgrund ihrer Erfahrungen als Credo für das Geldverdienen mit Open Source. Die vorliegende Studie, die die Open-Source-Strategien von 300 Software-Verkäufern und 286 Anwendern erhebt und mit älteren Erhebungen vergleicht, heißt daher “Control and Community”. Im Ergebnis befinden die Marktbeobachter, dass die Open-Source-Wirtschaft nun ein viertes Level erreicht hat: Anstatt dass Einzelunternehmen auf quelloffenen Projekten herumbrüten, habe sich der Markt wieder zurück zum kollaborativen Community-Entwicklungsmodell entwickelt. Geld wird vor allem indirekt verdient.
Der Strategie-Erhebung erfolgte für die Studie in fünf Kategorien: Software-Lizenzierung, Produkt-Lizenzierung, Entwicklungsmodell, Copyrightinhaber und Umsatzquelle. Aus dem Vergleich der aktuellen Erhebungsdaten mit denen aus der Zeit, als die befragten Unternehmen erstmals mit Open-Source-Projekten anbandelten, generieren die Marktbeobachter einen Blick auf strategische Änderungen. Die Ergebnisse finden sie “verblüffend”. Beispielsweise hätten Community-orientierte Strategien zwischen 2002 und 2006 zugenommen. Im Jahr 2005 habe dann es einen Ausschlag nach oben bei der Gründung solcher Unternehmen gegeben, die das Copyright behalten und ihre Software nur unter einer Open-Core-Strategie vertreiben. Im Jahr 2006 hätten sich viele Unternehmen gegründet, die mit striktem Copyleft, gemeinschaftlicher Entwicklung und Duallizenzierung arbeiten.

Die Grafik zeigt, dass unter den 300 befragten Unternehmen zwischen 2002 und 1999 die Verteilung freier Software dominierte, zwischen 2000 und 2005 die Unternehmen dann auf eigene Faust freie Software entwickelten, und seitdem die Duallizenzierung zugenommen hat.
Zum jetzigen Zeitpunkt hätten, laut den Ergebnissen der Studie, die Unternehmen die Erfahrung gemacht, dass sich der echte Vorteil im Open-Source-Business durch Zusammenarbeit mit Partnern, Kunden und sogar Konkurrenten ergebe, und nicht etwa in der bloßen Marktdurchdringung. Profit machen sie mit Komplementärprodukten entlang der Wertschöpfungskette und mit Kundenpflege, so Caos. Für die Zukunft empfiehlt die Gruppe, die Kontrolle über ein kommerzielles Open-Source-Projekt eher an die Community abzugeben und so kollaboratives Entwickeln zu ermöglichen: Sie sollen beweisen, “dass sie mehr sind als bloß ein weiterer Software-Verkäufer, der zufällig sein Produkt unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht”.
Die Studie ist für ungefähr 3.000 Euro direkt von der 451-Gruppe zu beziehen, die den Verkauf über Google Checkout abwickelt.



