UPDATE: DFN-CERT-2018-0071 Juniper Junos OS: Mehrere Schwachstellen ermöglichen u.a. die Ausführung beliebigen Programmcodes

Liebes Linux-Magazin-Team,

bitte beachten Sie die Informationen zu den verfügbaren Sicherheitsupdates
in der folgenden Sicherheitsmeldung.

Historie:

Version 5 (02.03.18):
Juniper hat sein Security Advisory JSA10830 nochmals hinsichtlich der
Problembeschreibung und möglicher Workarounds aktualisiert, um die
betroffenen Methoden besser zu erläutern: vSRX mit L2CPD und Branch SRX zu
LLDPD.
Version 4 (06.02.18):
Juniper hat sein Security Advisory JSA10830 nochmals aktualisiert, um das
unterschiedliche Verhalten auf Routing (MX Series), Switching (EX Series)
und Security (SRX Series)-Plattformen mit und ohne laufendem LLDP zu
erläutern und über weitere Testresultate zu informieren.
Version 3 (15.01.18):
Juniper hat sein Security Advisory JSA10830 nochmals aktualisiert und
stellt klar, dass das Problem nichts damit zu tun hat, ob auf einem Gerät
Schnittstellen für LLDP konfiguriert sind oder nicht, sondern alleinig
entscheidend ist, ob auf dem System einer oder mehrere LLDP Daemon(s)
laufen. Wenn ein Gerät LLDP Daemons nicht unterstützt, ist es von daher
auch nicht betroffen. Anderenfalls sollten LLDP Daemon(s) deaktiviert
werden.
Version 2 (12.01.18):
Juniper hat sein Security Advisory JSA10830 aktualisiert und informiert
über einen Workaround zur Mitigation der Schwachstelle CVE-2018-0007.
Durch Hinzufügen der angegeben Zeile in der Konfiguration für die
Kommandozeile (CLI) wird der LLDP Daemon deaktiviert. Ferner wurden SRX-
Series als von der Schwachstelle betroffen ergänzt.
Version 1 (11.01.18):
Neues Advisory

In Juniper Junos OS und in den Geräten der Serie EX, SRX und MX existieren
mehrere Schwachstellen: Die Schwachstelle CVE-2018-0001 ermöglicht einem
entfernten, nicht authentisierten Angreifer die Ausführung beliebigen
Programmcodes und wird von Juniper als ‘critical’ eingestuft. Weitere
Schwachstellen ermöglichen einem entfernten, nicht authentisierten Angreifer
die Ausführung von Denial-of-Service (DoS)-Angriffen und das Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen. Ein nicht authentisierter Angreifer im benachbarten
Netzwerk kann unter Umständen weitere DoS-Angriffe und sogar Distributed-
Denial-of-Service (DDos)-Angriffe ausführen, die das gesamte benachbarte
Netzwerk beeinträchtigen können. Ein lokaler Angreifer kann außerdem das
komplette System übernehmen, indem er seine Privilegien eskaliert. Die
Schwachstellen betreffen verschiedene Junos OS Versionen zum Teil auf
unterschiedlichen Plattformen. Insbesonder betrifft CVE-2018-0002 die MX und
SRX Produktserien. Eine der Denial-of-Service-Schwachstellen (CVE-2016-8858)
betrifft OpenSSH und kann daher nur ausgenutzt werden, wenn SSH aktiviert
ist. Der Hersteller selbst sieht das Problem nicht als Sicherheitslücke an
(Self-DoS).

Juniper stellt Sicherheitsupdates zur Behebung der einzelnen Schwachstellen
bereit. Informationen zu betroffenen Versionen finden Sie in den jeweiligen
Schwachstelleninformationen und in den Referenzen des Herstellers. In dieser
Meldung wird die jeweils höchste Version der betroffenen Versionszweige
aufgeführt, die für mindestens eine Schwachstelle als fehlerbereinigte
Version vom Hersteller benannt wird.

Referenzen:

Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Schwachstellenarchiv unter:
[https://adv-archiv.dfn-cert.de/adv/2018-0071]

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr DFN-CERT Incident Response Team


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Bei einer Weitergabe der Informationen ist auf den Ursprung in
angemessener Weise hinzuweisen.
Im Übrigen gelten die Bestimmungen zum Copyright für die DFN-CERT
Webseite. https://www.dfn-cert.de/impressum.html

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