UPDATE: DFN-CERT-2017-1815 WPA2-Protokoll: Mehrere Schwachstellen ermöglichen das Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen (KRACK) [Linux][Debian][Fedora][RedHat][SuSE][Unix][FreeBSD][Apple][Windows][Netzwerk][Cisco]

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.

Historie:
Version 15 (24.10.2017):
Cisco informiert über die Verfügbarkeit von Sicherheitsupdates für Unified
Wireless Networks, die Cisco Wireless LAN Controller (WLC) verwenden und
Drahtlosnetzwerke, in denen Mobility Express eingesetzt wird. Die aktuell
verfügbaren Versionen sind 8.0.152.0, 8.2.164.0, 8.3.132.0 und 8.5.105.0.
Informationen zum Release von Vesion 8.6.100.0 stehen noch aus. Cisco
informiert detailliert darüber, welche Softwareversion für welchen
Einsatzzweck beziehungsweise für welche Cisco Bug ID relevant ist.
Version 14 (23.10.2017):
Cisco informiert in einer Aktualisierung seines Sicherheitshinweises zu
den KRACK-Schwachstellen darüber, dass auch die Cisco Integrated Services
Routers der Produktserien 829 und 1100 sowie Cisco Aironet 1040 Series
Access Points mit Cisco IOS Software von den Schwachstellen betroffen
sind. Für den Cisco AnyConnect Secure Mobility Client – Network Access
Manager in Version 4.5.x wird ein Sicherheitsupdate für den 27.10.2017
angekündigt. Sophos veröffentlicht die Version 9.505 der Unified Threat
Management (UTM) Software zur Behebung der Schwachstellen für WLAN-fähige
UTMs derweil über FTP-Server. Im nächsten Schritt wird das Update auch
über die Up2Date-Server ausgeliefert.
Version 13 (20.10.2017):
Cisco aktualisiert den referenzierten Sicherheitshinweis hinsichtlich der
verwundbaren und nicht verwundbaren Produkte sowie der Verfügbarkeit von
Fixes. Für Wireless Networks, die Mobility Express verwenden, werden unter
der entsprechenden Cisco Bug ID CSCvg10793 inzwischen folgende ‘Known
Fixed Releases’ genannt: 8.7(1.41), 8.6(1.127), 8.5(107.57), 8.5(103.232),
8.3(134.2), 8.3(130.233), 8.3(130.6), 8.2(163.6) und 8.2(161.246).
Version 12 (19.10.2017):
Cisco aktualisiert den referenzierten Sicherheitshinweis und informiert
darin, dass auch Ciso Integrated Services Routers von den Schwachstellen
betroffen sind. Es werden die Modellnummern 812, 819, 860, 880, 890 und
1100 explizit genannt. Der Hersteller weist darauf hin, dass
CVE-2017-13082 möglicherweise nur Geräte betrifft, die das Fast BSS
Transition (FT) Feature verwenden und gibt detaillierte Informationen
darüber, wie solche Geräte identifiziert werden können.
Version 11 (19.10.2017):
Red Hat stellt ein Sicherheitsupdate für ‘wpa_supplicant’ zur Verfügung,
mit dem die Schwachstellen CVE-2017-13077, CVE-2017-13078, CVE-2017-13080
und CVE-2017-13087 jetzt auch für Red Hat Enterprise Linux 6 (u.a.
Desktop, Server und Workstation) behoben werden. Ein entsprechendes
Sicherheitsupdate steht auch für Oracle Linux 6 zur Verfügung, hier werden
keine Einschränkungen bezüglich der referenzierten CVEs gemacht. Juniper
aktualisiert seinen Sicherheitshinweis hinsichtlich der Schwachstellen und
erklärt, dass die eigenen Produkte nicht von CVE-2017-13082,
CVE-2017-13084, CVE-2017-13086, CVE-2017-13087 oder CVE-2017-13088
betroffen sind. Sophos kündigt Sicherheitsupdates für Sophos UTM 9.5 SR 2
auf Version 9.505, für Sophos Firewall sowie Cloud Wireless für den 20.
Oktober und für Cyberoam UTM für den 30. Oktober an. FreeBSD
veröffentlicht Sicherheitsupdates, die die Schwachstellen in den Versionen
10.3-RELEASE-p22, 10.4-RELEASE-p1 und 10.4-STABLE von FreeBSD beheben.
Version 10 (18.10.2017):
Für openSUSE Leap 42.2 und openSUSE Leap 42.3 stehen ebenfalls
Sicherheitsupdates für ‘wpa_supplicant’ bereit, durch welche die
Schwachstellen CVE-2017-13078 bis CVE-2017-13081, CVE-2017-13087 und
CVE-2017-13088 adressiert werden.
Version 9 (18.10.2017):
Cisco aktualisiert seinen Sicherheitshinweis und informiert über weitere
von den Schwachstellen betroffene Produkte. Als verwundbar werden jetzt
auch die Cisco Aironet Access Points der Serien 1040, 1140, 1250, 1260 und
2700 mit Cisco IOS Software genannt, dazu auch die Produktserie Cisco
Industrial Wireless 3700 mit Cisco IOS Software und Cisco Mobility Express
ohne genauere Spezifikation. Im Abschnitt ‘Fixed Software’ findet sich für
Unified Wireless Networks, die Cisco Wireless LAN Controller (WLC)
verwenden der Hinweis, dass die Version 8.3.130.0 der Software bereits als
Fix zur Verfügung steht und die Versionen 8.0.15x.0, 8.2.16x.0, 8.3.13x.0
sowie 8.5.10x.0 bis zum 20. Oktober 2017 veröffentlicht werden. Die
Version 8.3.130.0 adressiert allerdings nur Cisco Bug ID CSCvf47808.
Benutzer von Cisco Produkten werden gebeten, die entsprechenden Cisco Bug
IDs und den Abschnitt ‘Fixed Software’ des Sicherheitshinweises laufend
auf neue Informationen zu prüfen.
Version 8 (18.10.2017):
Für verschiedene Linux-Distributionen stehen Sicherheitsupdates für
wpa_supplicant bereit. Unter anderem werden die Schwachstellen für alle
aktuell unterstützten Versionen von SUSE Linux Enterprise Server 11 und 12
inklusive unterschiedlicher Service-Packs und Ausprägungen, für SUSE Linux
Enterprise Desktop 12 SP2 und SP3 und für SUSE OpenStack Cloud 6 behoben.
Red Hat behebt die Schwachstellen in Red Hat Enterprise Linux 7 unter
anderem für die Editionen Server, Workstation und Desktop in verschiedenen
Ausprägungen und für unterschiedliche Support-Level. Diese Updates stehen
auch für Oracle Linux 7 zur Verfügung. Weiterhin sind alle aktuell
unterstützten Versionen von FreeBSD betroffen. Hier stehen die Releases
11.1-STABLE, 11.1-RELEASE-p2 und 11.0-RELEASE-p13 zur Verfügung.
Version 7 (17.10.2017):
Sophos informiert darüber, dass Wireless Protection in XG Firewall, Sophos
UTM, Cyberoam und Sophos Central Managed Wireless von den Schwachstellen
betroffen sind. Sicherheitsupdates sind derzeit noch nicht verfügbar,
werden aber angekündigt. Der Hersteller wird das Advisory dann
entsprechend aktualisieren. Kunden sollten die ‘Fast Roaming’-Optionen und
‘Mesh’ deaktivieren, um das Risiko einer Ausnutzung der Schwachstellen zu
verringern.
Version 6 (17.10.2017):
FortiGuard Labs informiert in einem PSIRT Advisory über die Verwundbarkeit
des Wi-Fi Protected Access II (WPA2) Protokolls gegenüber
Man-in-the-Middle (MitM)-Angriffen zwischen WiFi Clients und Access Points
mit WPA2. Als Auswirkungen werden Entschlüsselung, Wiedereinspielen von
Paketen, die Übernahme von TCP-Verbindungen und das Einschleusen von
HTTP-Inhalten genannt. Betroffen sind unter anderem FortiGates mit den
folgenden FortiOS Versionen: Branch 5.6: FortiOS 5.6.2 und darunter,
Branch 5.4: FortiOS 5.4.5 und darunter, Branch 5.2: FortiOS 5.2.11 und
darunter sowie alle früheren Zweige. Als Sicherheitsupdate wird ein
spezieller 5.6.2 Build auf Anfrage über den lokalen ‘TAC’ zur Verfügung
gestellt. Ferner kündigt der Hersteller FortiOS 5.2.12, 5.4.6 und 5.6.3
an.
Version 5 (17.10.2017):
Canonical stellt Sicherheitsupdates für die Distributionen Ubuntu 17.04,
Ubuntu 16.04 LTS und Ubuntu 14.04 LTS zur Behebung der Schwachstellen in
‘wpa_supplicant’ und ‘hostapd’ bereit, durch die zusätzlich die
Schwachstellen CVE-2016-4476 und CVE-2016-4477 adressiert werden. Diese
Schwachstellen bestehen aufgrund fehlerhafter Behandlung ungültiger
Zeichen in Passwortparametern und ermöglichen einem entfernten, nicht
authentisierten Angreifer die Durchführung eines Denial-of-Service
(DoS)-Angriffs (CVE-2016-4476) bzw. einem lokalen nicht authentisierten
Angreifer ebenfalls einen Denial-of-Service (DoS)-Angriff oder
möglicherweise die Ausführung beliebigen Programmcodes (CVE-2016-4477).
Version 4 (17.10.2017):
Microsoft informiert über die Betroffenheit gegenüber der Schwachstelle
CVE-2017-13080, die dem Angreifer durch Wiedereinspielen (Replay) von
Broadcast- und / oder Multicast-Netzwerkverkehr an Hosts innerhalb eines
WPA- oder WPA 2-verschlüsselten drahtlosen Netzwerks (WLAN) die erneute
Installation des ‘Group Key’ (GTK) ermöglicht. Microsoft veröffentlicht
‘Monthly Rollup’, ‘Security Only’ und ‘Security Updates’ für alle
unterstützten Windows-Versionen, durch welche diese Schwachstelle behoben
wird, indem die Art und Weise des Group-Key-Handshakes korrigiert wird.
Derzeit gilt Microsoft Windows als nicht betroffen durch die weiteren
Schwachstellen, da die Implementierung nicht die erneute Versendung der
‘Message 3′ akzeptiert.
Version 3 (17.10.2017):
Juniper stellt einen Sicherheitshinweis bereit, in dem der Stand der
Untersuchungen zu Produkten aus dem eigenen Portfolio hinsichtlich der
kürzlich bekannten Schwachstellen im WPA2-Protokoll komprimiert
wiedergegeben wird. Der Hersteller benennt Junos OS 12.1X46 (Plattformen:
SRX 210, 240 und 650 Series Firewalls mit AX411 Wireless Access Points)
und ScreenOS 6.3 (Plattformen: ScreenOS SSG-5 und SSG-20 mit ’embedded
Wireless Access Points Radios’) sowie WLAN 9.2 und 9.6 (Plattform:
Mobility System Software) als verwundbar. Juniper informiert darüber, dass
keins der Produkte von CVE-2017-13082 betroffen ist und die Untersuchungen
zu einigen der Schwachstellen noch nicht abgeschlossen sind. Der
Hersteller stellt Sicherheitsupdates zur Verfügung. Als nicht dauerhafter
Workaround wird die Möglichkeit zur Deaktivierung der WiFi-Funktionalität
betroffener Geräte genannt.
Version 2 (17.10.2017):
Cisco stellt unter der Bezeichnung ‘cisco-sa-20171016-wpa’ einen
Sicherheitshinweis für betroffene Produkte aus dem eigenen Portfolio
bereit. Bisher werden die folgenden Produkte erwähnt: Cisco AnyConnect
Secure Mobility Client – Network Access Manager, verschiedene
IP-Telefonieprodukte, die Cisco ASA 5506W-X w/ FirePOWER Services, die
unter Cisco IOS laufenden Cisco Aironet Access Points (eigens genannt
werden die Modelle 700, 1520, 1530, 1550, 1570, 1600, 1700, 2600, 3500,
3600 und 3700 sowie AP801, AP802 und AP803), weiterhin die Cisco Aironet
Access Points 1540, 1560, 1810w, 1815, 1830, 1850, 2800, 3800 und
zusätzlich Cisco Aironet 1810 Series OfficeExtend Access Points. Cisco
erwähnt in diesem Zusammenhang auch die cloudbasierten Wi-Fi-Produkte der
Cisco Meraki Produktlinie und die Wireless-N Access Points Cisco WAP121,
WAP321, WAP371 (Single Point Setup) sowie WAP551 und WAP561. Als nicht
betroffene Produkte werden Cisco Aironet Access Points mit Cisco IOS
Software im ‘client/supplicant/workgroup bridge Mode’ und der Cisco
Wireless LAN Controller selbst genannt. Cisco hat für einige Produkte
(insbesondere Cisco ASA 5506W-X und die Cisco Aironet Access Points mit
IOS Software) für jeweils einen Versionszweig der Systemsoftware
Sicherheitsupdates zur Verfügung gestellt und weitere angekündigt. Cisco
Produkte sind von CVE-2017-13084 nicht betroffen, für CVE-2017-13082 steht
ein Workaround zur Verfügung. Weitere Informationen zu betroffenen
Produkten entnehmen Sie bitte dem referenzierten Sicherheitshinweis, der
laufend durch den Hersteller aktualisiert wird.
Version 1 (16.10.2017):
Neues Advisory

Betroffene Software:

Cisco AnyConnect Secure Mobility Client
Cisco Mobility Express
WPA2, IEEE Standard for Information Technology 802.11i
Sophos UTM Software < 9.505 hostapd WPA Supplicant FortiOS >= 5.2.0
FortiOS <= 5.2.11 FortiOS >= 5.4.0
FortiOS <= 5.4.5 FortiOS >= 5.6.0
FortiOS <= 5.6.2 FreeBSD < 10.3-RELEASE-p22 FreeBSD < 10.4-RELEASE-p1 FreeBSD < 10.4-STABLE FreeBSD < 11.0-RELEASE-p13 FreeBSD < 11.1-RELEASE-p2 FreeBSD < 11.1-STABLE Betroffene Plattformen: SUSE OpenStack Cloud 6 Cisco Wireless-N Access Point Cisco ASA 5506 Cisco Aironet Access Point Cisco Integrated Services Routers FortiGate Sophos UTM Apple Mac OS X Canonical Ubuntu Linux 14.04 LTS Canonical Ubuntu Linux 16.04 LTS Canonical Ubuntu Linux 17.04 Cisco IOS Debian Linux 8.9 Jessie Debian Linux 9.2 Stretch Debian Linux 10.0 Buster FreeBSD GNU/Linux Juniper Junos OS 12.1X46 Juniper ScreenOS 6.3 Microsoft Windows 7 SP1 x64 Microsoft Windows 7 SP1 x86 Microsoft Windows 8.1 x64 Microsoft Windows 8.1 x86 Microsoft Windows 10 x64 Microsoft Windows 10 x86 Microsoft Windows 10 x64 v1511 Microsoft Windows 10 x86 v1511 Microsoft Windows 10 x64 v1607 Microsoft Windows 10 x86 v1607 Microsoft Windows 10 x64 v1703 Microsoft Windows 10 x86 v1703 Microsoft Windows RT 8.1 Microsoft Windows Server 2008 SP2 x64 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2008 SP2 x86 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2008 SP2 x64 Microsoft Windows Server 2008 SP2 x86 Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 x64 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 Itanium Microsoft Windows Server 2008 R2 SP1 x64 Microsoft Windows Server 2012 Microsoft Windows Server 2012 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2012 R2 Microsoft Windows Server 2012 R2 Server Core Installation Microsoft Windows Server 2016 Microsoft Windows Server 2016 x64 Server Core Installation openSUSE Leap 42.2 openSUSE Leap 42.3 SUSE Linux Enterprise Desktop 12 SP2 SUSE Linux Enterprise Desktop 12 SP3 SUSE Linux Enterprise Server 11 SP3 LTSS SUSE Linux Enterprise Server 11 SP4 SUSE Linux Enterprise Server 12 LTSS SUSE Linux Enterprise Server 12 SP1 LTSS SUSE Linux Enterprise Server for SAP 12 SP1 SUSE Linux Enterprise Server 12 SP2 SUSE Linux Enterprise Server 12 SP2 for Raspberry Pi SUSE Linux Enterprise Server 12 SP3 Oracle Linux 6 Oracle Linux 7 Red Hat Enterprise Linux for Scientific Computing 6 Red Hat Enterprise Linux for Scientific Computing 7 Red Hat Enterprise Linux 7.4 EUS Compute Node Red Hat Enterprise Linux Desktop 6 Red Hat Enterprise Linux Desktop 7 Red Hat Enterprise Linux Server 6 Red Hat Enterprise Linux Server 7 Red Hat Enterprise Linux Server for ARM 7 Red Hat Enterprise Linux Server 4 Year Extended Update Support 7.4 Red Hat Enterprise Linux Server 7.4 AUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.4 EUS Red Hat Enterprise Linux Server 7.4 TUS Red Hat Enterprise Linux Workstation 6 Red Hat Enterprise Linux Workstation 7 Red Hat Fedora 25 Red Hat Fedora 26 Red Hat Fedora 27 Die veröffentlichten Schwachstellen ermöglichen es, den Sitzungsschlüssel und weitere verwendete kryptografische Parameter erneut zu verwenden und damit letztendlich zu brechen. In mit WPA oder WPA2 gesicherten Funknetzwerken wird dadurch die Vertraulichkeit und ggf. Integrität der Daten gefährdet. Der PreSharedKey (PSK) eines Netzwerks wird durch die Protokollschwachstellen nicht direkt kommpromittiert. Die Ursache der Schwachstellen sind Designfehler des zugrunde liegenden IEEE-Standards 802.11 (genauer: Anhang 802.11i) und betreffen daher auf die eine oder andere Art alle derzeit aktiven WLAN-fähigen Endgeräte. Ein nicht authentisierter Angreifer in Reichweite des Funknetzwerks kann mehrere Schwachstellen im WPA- und WPA2-Protokoll ausnutzen, um Datenpakete aufzuzeichnen und erneut einzuspielen, wodurch letztlich ein bereits bekannter Schlüssel (Encryption Key) neu installiert wird. In Folge dessen können Datenpakete entschlüsselt und vertrauliche Informationen ausgespäht werden. Dies betrifft insbesondere die Übertragung sensibler Daten (wie bspw. Kreditkartendaten, Passwörter, Chat Nachrichten, Emails). Unter TKIP und GCMP können TCP-Verbindungen nicht nur abgefangen, sondern vollständig kompromittiert werden. Dadurch könnten unter Umständen auch beliebige Inhalte injiziert werden. Die genauen Auswirkungen des Angriffs sind vom verwendeten Data-Confidentiality and Integrity-Protokoll (TKIP, CCMP oder GCMP) abhängig, die Entschlüsselung von Datenpaketen ist allerdings in jedem Fall möglich. Die Entdecker der Schwachstellen beschreiben, dass die Auswirkungen insbesondere für die WLAN-Anwendung 'wpa_supplicant' auf Linux-Systemen und für Google Android 'katastrophal' sind, da der angesprochene Schlüssel hier nicht neu installiert, sondern durch einen Schlüssel ersetzt wird, der ausschließlich Nullen enthält (All-Zero Encryption Key). Aufgrund der Eigenschaften des Angriffs wurde dieser auf den Namen KRACK (Key Reinstallation AttaCK) getauft. Für 'wpa_supplicant' wurden die entsprechenden Sicherheitsupdates (Patches) bereits Anfang Oktober 2017 ohne Hinweis auf die Schwachstellen veröffentlicht. Debian stellt bereits Sicherheitsupdates in Form des Pakets 'wpa' für die alte stabile Distribution (Jessie) in Version '2.3-1+deb8u5', für die stabile Distribution (Stretch) in Version '2:2.4-1+deb9u1' und für die zu testende Distribution (Buster) in Version '2:2.4-1.1' zur Verfügung. Für Fedora 25, 26 und 27 stehen die Pakete 'wpa_supplicant-2.6-3.fc25.1', 'wpa_supplicant-2.6-11.fc26' und 'wpa_supplicant-2.6-11.fc27' im Status 'pending' als Sicherheitsupdate bereit. Es ist davon auszugehen, dass auch andere Hersteller bereits reagiert haben oder zeitnah reagieren werden. Weitere Informationen liegen allerdings noch nicht vor. Falls Sie nicht sicher sind, ob bestimmte Hersteller eines Geräts mit WLAN-Schnittstelle bereits auf die Veröffentlichung der Schwachstellen reagiert haben, verwenden Sie zur Datenübertragung kabelgebundene Verbindungen oder mobile Datennetze. Unabhängig von WPA2 ist Vertraulichkeit der Kommunikation zusätzlich durch die Verwendung von TLS oder einer VPN-Verschlüsselung abzusichern. Die Group-Key Problematik bei Windows und Apple kann zudem durch die Abschaltung bzw. Filterung von Multicast-Netzwerkverkehr mitigiert werden. Insbesondere clientseitig bereitstehende Sicherheitsupdates sollten umgehend eingespielt werden. Für den Fall, dass Systeme nur eingeschränkt selbst administriert werden können (bspw. im industriellen Produktionsumfeld), wird Betroffenen dazu geraten, auf den Anlagenbauer oder Hersteller der Wi-Fi-Komponente zuzugehen. Workaround: Verwenden Sie zur Datenübertragung keine WLAN-Verbindungen, sondern kabelgebundene Verbindungen oder mobile Datennetze. Um das Risiko zu minimieren, können kabellose Verbindungen zusätzlich auch mit einer VPN-Verschlüsselung abgesichert werden. Patch: Microsoft Security Update Guide https://portal.msrc.microsoft.com/de-de/security-guidance

Patch:

Debian Security Advisory DSA-3999-1

https://www.debian.org/security/2017/dsa-3999

Patch:

Fedora Security Update FEDORA-2017-12e76e8364 (Fedora 25,
wpa_supplicant-2.6-3.fc25.1)

https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2017-12e76e8364

Patch:

Fedora Security Update FEDORA-2017-60bfb576b7 (Fedora 26,
wpa_supplicant-2.6-11.fc26)

https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2017-60bfb576b7

Patch:

Fedora Security Update FEDORA-2017-f45e844a85 (Fedora 27,
wpa_supplicant-2.6-11.fc27)

https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2017-f45e844a85

Patch:

Patches für ‘wpa_supplicant’: WPA packet number reuse with replayed messages
and key reinstallation

https://www.w1.fi/security/2017-1/

Patch:

Cisco Security Update cisco-sa-20171016-wpa

https://tools.cisco.com/security/center/content/CiscoSecurityAdvisory/cisco-sa-20171016-wpa

Patch:

Fortiguard PSIRT Advisory Fortinet-FG-IR-17-196

https://fortiguard.com/psirt/FG-IR-17-196

Patch:

Juniper Security Advisory JSA10827

http://kb.juniper.net/InfoCenter/index?page=content&id=JSA10827&actp=RSS

Patch:

Juniper Security Bulletin JSA10827 (KRACK)

https://kb.juniper.net/InfoCenter/index?page=content&id=JSA10827&cat=SIRT_1&actp=LIST

Patch:

Ubuntu Security Notice USN-3455-1

http://www.ubuntu.com/usn/usn-3455-1/

Patch:

FreeBSD Security Advisory FreeBSD-SA-17%3A07.wpa: WPA2 protocol
vulnerability

http://www.freebsd.org/security/advisories/FreeBSD-SA-17%3A07.wpa.asc

Patch:

Oracle Linux Security Advisory ELSA-2017-2907

https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2017-2907.html

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2017:2907

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2017:2907

Patch:

SUSE Security Update SUSE-SU-2017:2745-1

http://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2017-October/003300.html

Patch:

SUSE Security Update SUSE-SU-2017:2752-1

http://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2017-October/003304.html

Patch:

openSUSE Security Update openSUSE-SU-2017:2755-1

http://lists.opensuse.org/opensuse-updates/2017-10/msg00055.html

Patch:

Oracle Linux Security Advisory ELSA-2017-2911

https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2017-2911.html

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2017:2911

https://access.redhat.com/errata/RHSA-2017:2911

Patch:

Sophos UTM Up2Date 9.505 Release Notes

https://community.sophos.com/products/unified-threat-management/b/utm-blog/posts/utm-up2date-9-505-released

CVE-2017-13088: Schwachstelle in WPA2-Protokoll ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen

Die erneute Installation des ‘Integrity Group Key’ (IGTK) bei der
Verarbeitung eines Wireless Network Management (WNM) Sleep Mode
Response-Frames ermöglicht einem nicht authentisierten Angreifer im
benachbarten Netzwerk die Entschlüsselung eigentlich verschlüsselten
Datenverkehrs.

CVE-2017-13087: Schwachstelle in WPA2-Protokoll ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen

Die erneute Installation des ‘Group Key’ (GTK) bei der Verarbeitung eines
Wireless Network Management (WNM) Sleep Mode Response-Frames ermöglicht
einem nicht authentisierten Angreifer im benachbarten Netzwerk die
Entschlüsselung eigentlich verschlüsselten Datenverkehrs.

CVE-2017-13086: Schwachstelle in WPA2-Protokoll ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen

Die erneute Installation des ‘Tunneled Direct-Link Setup (TDLS) PeerKey
(TPK)’ im TDLS-Handshake bei geschützten WLAN-Verbindungen (WPA, WPA2)
ermöglicht einem nicht authentisierten Angreifer im benachbarten Netzwerk
die Entschlüsselung eigentlich verschlüsselten Datenverkehrs.

CVE-2017-13084: Schwachstelle in WPA2-Protokoll ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen

Die erneute Installation des ‘STK Key’ im PeerKey-Handshake bei geschützten
WLAN-Verbindungen (WPA, WPA2) ermöglicht einem nicht authentisierten
Angreifer im benachbarten Netzwerk die Entschlüsselung eigentlich
verschlüsselten Datenverkehrs.

CVE-2017-13082: Schwachstelle in WPA2-Protokoll ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen

Durch Annahme eines erneut gesendeten ‘Fast BSS Transition (FT)
Reassociation Request’ und erneute Installation des ‘Pairwise Encryption
Key’ (PTK-TK) während der Verarbeitung desselben wird einem nicht
authentisierten Angreifer im benachbarten Netzwerk die Entschlüsselung
eigentlich verschlüsselten Datenverkehrs ermöglicht.

CVE-2017-13081: Schwachstelle in WPA2-Protokoll ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen

Die erneute Installation des ‘Integrity Group Key’ (IGTK) im
Group-Key-Handshake bei geschützten WLAN-Verbindungen (WPA, WPA2) ermöglicht
einem nicht authentisierten Angreifer im benachbarten Netzwerk die
Entschlüsselung eigentlich verschlüsselten Datenverkehrs.

CVE-2017-13080: Schwachstelle in WPA2-Protokoll ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen

Die erneute Installation des ‘Group Key’ (GTK) im Group-Key-Handshake bei
geschützten WLAN-Verbindungen (WPA, WPA2) ermöglicht einem nicht
authentisierten Angreifer im benachbarten Netzwerk die Entschlüsselung
eigentlich verschlüsselten Datenverkehrs.

CVE-2017-13079: Schwachstelle in WPA2-Protokoll ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen

Die erneute Installation des ‘Integrity Group Key’ (IGTK) im
Vier-Wege-Handshake bei geschützten WLAN-Verbindungen (WPA, WPA2) ermöglicht
einem nicht authentisierten Angreifer im benachbarten Netzwerk die
Entschlüsselung eigentlich verschlüsselten Datenverkehrs.

CVE-2017-13078: Schwachstelle in WPA2-Protokoll ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen

Die erneute Installation des ‘Group Key’ (GTK) im Vier-Wege-Handshake bei
geschützten WLAN-Verbindungen (WPA, WPA2) ermöglicht einem nicht
authentisierten Angreifer im benachbarten Netzwerk die Entschlüsselung
eigentlich verschlüsselten Datenverkehrs.

CVE-2017-13077: Schwachstelle in WPA2-Protokoll ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen

Die erneute Installation des ‘Pairwise Encryption Key’ (PTK-TK) im
Vier-Wege-Handshake bei geschützten WLAN-Verbindungen (WPA, WPA2) ermöglicht
einem nicht authentisierten Angreifer im benachbarten Netzwerk die
Entschlüsselung eigentlich verschlüsselten Datenverkehrs.

Referenzen:

Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2017-1815/

Schwachstelle CVE-2017-13080 (Microsoft):
https://portal.msrc.microsoft.com/de-de/security-guidance/advisory/CVE-2017-13080

Microsoft Security Update Guide:
https://portal.msrc.microsoft.com/de-de/security-guidance

Debian Security Advisory DSA-3999-1:
https://www.debian.org/security/2017/dsa-3999

Fedora Security Update FEDORA-2017-12e76e8364 (Fedora 25,
wpa_supplicant-2.6-3.fc25.1):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2017-12e76e8364

Fedora Security Update FEDORA-2017-60bfb576b7 (Fedora 26,
wpa_supplicant-2.6-11.fc26):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2017-60bfb576b7

Fedora Security Update FEDORA-2017-f45e844a85 (Fedora 27,
wpa_supplicant-2.6-11.fc27):
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2017-f45e844a85

Patches für ‘wpa_supplicant’: WPA packet number reuse with replayed messages
and key reinstallation:
https://www.w1.fi/security/2017-1/

Alex Hudson – WPA2: Broken with KRACK. What now?:
https://www.alexhudson.com/2017/10/15/wpa2-broken-krack-now/

CERT.org Vulnerability Note VU#228519: Wi-Fi Protected Access II (WPA2)
handshake traffic can be manipulated to induce nonce and session key reuse:
https://www.kb.cert.org/vuls/id/228519

KRACK (Key Reinstallation AttaCK): Key Reinstallation Attacks Breaking WPA2 by
forcing nonce reuse:
https://www.krackattacks.com/

Pressemitteilung des BSI: Kritische Schwachstellen in WLAN-Verschlüsselung –
BSI rät zur Vorsicht:
https://www.bsi.bund.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Presse2017/WPA2Verschuesselung_16102017.html

Schwachstelle CVE-2017-13077 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-13077

Schwachstelle CVE-2017-13078 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-13078

Schwachstelle CVE-2017-13079 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-13079

Schwachstelle CVE-2017-13080 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-13080

Schwachstelle CVE-2017-13081 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-13081

Schwachstelle CVE-2017-13082 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-13082

Schwachstelle CVE-2017-13084 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-13084

Schwachstelle CVE-2017-13086 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-13086

Schwachstelle CVE-2017-13087 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-13087

Schwachstelle CVE-2017-13088 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-13088

arstechnica Blog: Severe flaw in WPA2 protocol leaves Wi-Fi traffic open to
eavesdropping:
https://arstechnica.com/information-technology/2017/10/severe-flaw-in-wpa2-protocol-leaves-wi-fi-traffic-open-to-eavesdropping/

Cisco Security Update cisco-sa-20171016-wpa:
https://tools.cisco.com/security/center/content/CiscoSecurityAdvisory/cisco-sa-20171016-wpa

Fortiguard PSIRT Advisory Fortinet-FG-IR-17-196:
https://fortiguard.com/psirt/FG-IR-17-196

Juniper Security Advisory JSA10827:
http://kb.juniper.net/InfoCenter/index?page=content&id=JSA10827&actp=RSS

Juniper Security Bulletin JSA10827 (KRACK):
https://kb.juniper.net/InfoCenter/index?page=content&id=JSA10827&cat=SIRT_1&actp=LIST

Ubuntu Security Notice USN-3455-1:
http://www.ubuntu.com/usn/usn-3455-1/

Sophos Security Advisory Sophos-ADV-127658 (KRACK):
https://community.sophos.com/kb//127658.aspx

FreeBSD Security Advisory FreeBSD-SA-17%3A07.wpa: WPA2 protocol vulnerability:
http://www.freebsd.org/security/advisories/FreeBSD-SA-17%3A07.wpa.asc

Oracle Linux Security Advisory ELSA-2017-2907:
https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2017-2907.html

Red Hat Security Advisory RHSA-2017:2907:
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2017:2907

SUSE Security Update SUSE-SU-2017:2745-1:
http://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2017-October/003300.html

SUSE Security Update SUSE-SU-2017:2752-1:
http://lists.suse.com/pipermail/sle-security-updates/2017-October/003304.html

openSUSE Security Update openSUSE-SU-2017:2755-1:
http://lists.opensuse.org/opensuse-updates/2017-10/msg00055.html

Oracle Linux Security Advisory ELSA-2017-2911:
https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2017-2911.html

Red Hat Security Advisory RHSA-2017:2911:
https://access.redhat.com/errata/RHSA-2017:2911

Sophos UTM Up2Date 9.505 Release Notes:
https://community.sophos.com/products/unified-threat-management/b/utm-blog/posts/utm-up2date-9-505-released

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