Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Historie:
Version 2 (08.03.2017):
Canonical stellt für die Distributionen Ubuntu 16.10, Ubuntu 16.04 LTS,
Ubuntu 14.04 LTS und Ubuntu 12.04 LTS Sicherheitsupdates für ImageMagick
bereit.
Version 1 (02.03.2017):
Neues Advisory
Betroffene Software:
ImageMagick
Betroffene Plattformen:
Canonical Ubuntu Linux 12.04 LTS
Canonical Ubuntu Linux 14.04 LTS
Canonical Ubuntu Linux 16.04 LTS
Canonical Ubuntu Linux 16.10
Debian Linux 8.7 Jessie
Debian Linux 9.0 Stretch
Mehrere Schwachstellen in ImageMagick ermöglichen einem zumeist entfernten,
nicht authentisierten Angreifer die Durchführung verschiedener
Denial-of-Service (DoS)-Angriffe und das Ausspähen von Informationen. Unter
bestimmen Umständen kann der Angreifer auch beliebigen Programmcode zur
Ausführung bringen und möglicherweise weiteren, nicht näher spezifizierten
Einfluss auf ein System nehmen.
Debian stellt für die Distributionen Debian Jessie (stable) und Stretch
(testing) Sicherheitsupdates zur Behebung dieser Schwachstellen bereit.
Patch:
Debian Security Advisory DSA-3799-1
https://www.debian.org/security/2017/dsa-3799
Patch:
Ubuntu Security Notice USN-3222-1
http://www.ubuntu.com/usn/usn-3222-1/
CVE-2017-5510: Schwachstelle in ImageMagick ermöglicht u.a. einen
Denial-of-Service-Angriff
Bei der Behandlung korrumpierter PSD-Dateien in ImageMagick besteht eine
nicht näher beschriebene Schwachstelle, die Speicherzugriffe außerhalb
zulässiger Grenzen ermöglicht (Out-of-Bounds Write). Ein entfernter, nicht
authentisierter Angreifer kann durch das Ausnutzen der Schwachstelle einen
Denial-of-Service-Angriff durchführen oder möglicherweise beliebigen
Programmcode zur Ausführung bringen.
CVE-2017-5508: Schwachstelle in ImageMagick ermöglicht u.a.
Denial-of-Service-Angriff
Aufgrund der unzureichenden Validierung von Eingaben besteht eine
Schwachstelle in ImageMagick, die es ermöglicht mit einer bösartig
präparierten Bilddatei den Heap-basierten Pufferspeicher zum Überlauf zu
bringen. Ein entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann durch das
Ausnutzen der Schwachstelle einen Denial-of-Service-Angriff durchführen und
möglicherweise auch weitere nicht genannte Angriffe durchführen.
CVE-2017-5507: Schwachstelle in ImageMagick ermöglicht u.a.
Denial-of-Service-Angriff
Aufgrund eines nicht näher beschriebenen Speicherlecks beim Umgang mit
Musepack-Dateien (.mpc) besteht eine Schwachstelle in ImageMagick, die es
ermöglicht mit einer bösartig präparierten Musepack-Datei die Anwendung zum
Absturz zu bringen und möglicherweise sogar Speicherinhalte auszulesen. Ein
entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann einen
Denial-of-Service-Angriff durchführen und Informationen ausspähen.
CVE-2017-5506: Schwachstelle in ImageMagick ermöglicht u.a.
Denial-of-Service-Angriff
Durch die doppelte Freigabe von Speicher besteht eine Schwachstelle in
ImageMagick, die es einem entfernten, nicht authentisierten Angreifer
ermöglicht mit speziell präparierten Bilddateien eine Anwendung zum Absturz
zu bringen oder Speicher zu korrumpieren.
CVE-2016-10145: Schwachstelle in ImageMagick ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Eine nicht näher beschriebene Schwachstelle in ImageMagick ermöglicht einen
Um-Eins-daneben-Fehler (Off-By-One-Error), wodurch die Anwendung mit Hilfe
einer speziell präparierten Bilddatei zum Absturz gebracht werden kann. Ein
entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann einen
Denial-of-Service-Angriff durchführen.
CVE-2016-10144: Schwachstelle in ImageMagick ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Durch eine unzureichende Überprüfung bei der Allokation von Speicher in
‘ipl.c’ besteht eine Schwachstelle in ImageMagick, die es ermöglicht eine
NULL-Zeiger-Dereferenzierung zu provozieren und eine Anwendung zum Absturz
zu bringen. Ein entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann mit einer
speziell präparierten Bilddatei einen Denial-of-Service-Angriff durchführen.
CVE-2016-10062: Schwachstelle in ImageMagick ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Aufgrund der fehlenden Überprüfung von Rückgabewerten der ‘fwrite’-Funktion
besteht eine Schwachstelle in ImageMagick, die es ermöglicht über
präparierte Bilddateien eine Anwendung zum Absturz zu bringen. Ein
entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann durch die erfolgreiche
Ausnutzung der Schwachstelle einen Denial-of-Service-Angriff durchführen.
CVE-2017-5511: Schwachstelle in ImageMagick / GraphicsMagick ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
In ImageMagick / GraphicsMagick existiert eine Schwachstelle, durch die es
bei der Verarbeitung korrupter Grafikdateien des Typs ‘PSD’ zu einem
Speicherüberlauf auf dem Heap kommen kann (Heap-buffer Overflow). Ein
entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann diese Schwachstelle
ausnutzen, mittels einer derart präparierten Grafikdatei, um die Anwendung
zum Absturz zu bringen (Denial-of-Service) oder möglicherweise weiteren
Einfluss zu nehmen.
CVE-2016-10146: Schwachstelle in ImageMagick / GraphicsMagick ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
In ImageMagick / GraphicsMagick existiert eine Schwachstelle, durch die es
bei der Behandlung von Beschriftungen zu einem Speicherleck (Memory Leak)
kommen kann. Ein lokaler, nicht authentisierter Angreifer kann die
Schwachstelle mit Hilfe einer speziell präparierten Datei ausnutzen, um die
Anwendung zum Absturz zu bringen (Denial-of-Service, DoS) oder
möglicherweise weiteren nicht spezifizierten Einfluss zu nehmen.
CVE-2016-8707: Schwachstelle in ImageMagick ermöglicht Ausführung beliebigen
Programmcodes
Durch die Art und Weise, wie ImageMagick komprimierte Daten innerhalb einer
Bilddatei vom Typ ‘TIFF’ mit Hilfe des ‘convert’ Werkzeugs verarbeitet, kann
es zu einem Pufferüberlauf (Buffer Overflow) kommen. Bei dem Versuch, eine
mit Adobe Deflate komprimierte Bilddatei zu entleeren (deflate), berechnet
‘convert’ die für den dekomprimierten Datenstrom benötigte Puffergröße
falsch und gibt einen zu kleinen Wert an LibTIFF weiter. Ein entfernter,
nicht authentifizierter Angreifer kann mit Hilfe einer speziell präparierten
Bilddatei vom Typ ‘TIFF’ einen kontrollierten Pufferüberlauf erzeugen
(Out-of-Bounds Write), der sich unter bestimmten Umständen für die
Ausführung beliebigen Programmcodes eignet.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2017-0369/
Schwachstelle CVE-2016-8707 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-8707
Schwachstelle CVE-2016-10062 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-10062
Schwachstelle CVE-2016-10144 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-10144
Schwachstelle CVE-2016-10145 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-10145
Schwachstelle CVE-2016-10146 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-10146
Schwachstelle CVE-2017-5506 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-5506
Schwachstelle CVE-2017-5507 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-5507
Schwachstelle CVE-2017-5508 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-5508
Schwachstelle CVE-2017-5510 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-5510
Schwachstelle CVE-2017-5511 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2017-5511
Debian Security Advisory DSA-3799-1:
https://www.debian.org/security/2017/dsa-3799
Ubuntu Security Notice USN-3222-1:
http://www.ubuntu.com/usn/usn-3222-1/
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