Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Historie:
Version 2 (02.08.2016):
Für Oracle Linux 5 und 6 stehen Sicherheitsupdates für weitere
Versionszweige des Linux-Kernels zur Verfügung, um die Schwachstelle
CVE-2016-2117 zu beheben.
Version 1 (01.08.2016):
Neues Advisory
Betroffene Software:
Linux-Kernel
Betroffene Plattformen:
Oracle Linux 5
Oracle Linux 6
Oracle Linux 7
Oracle VM Server 3.3
Oracle VM Server 3.4
Zwei Schwachstellen im Linux-Kernel ermöglichen einem lokalen, nicht
authentifizierten Angreifer verschiedene Denial-of-Service (DoS)-Angriffe.
Eine weitere Schwachstelle ermöglicht einem entfernten, nicht
authentifizierten Angreifer das Ausspähen von Informationen.
Für Oracle Linux 6 und 7 sowie Oracle VM Server 3.3 und 3.4 stehen
Sicherheitsupdates für unterschiedliche Versionszweige des Linux-Kernels
bereit, um die Schwachstellen zu beheben. Der Oracle VM Server 3.3 ist nur
von CVE-2016-2117 betroffen.
Patch:
Oracle Linux Security Advisory ELSA-2016-3587
https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2016-3587.html
Patch:
Oracle Linux Security Advisory ELSA-2016-3588
https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2016-3588.html
Patch:
Oracle VM Security Advisory OVMSA-2016-0091
https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2016-July/000506.html
Patch:
Oracle VM Security Advisory OVMSA-2016-0092
https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2016-July/000507.html
Patch:
Oracle Linux Security Advisory ELSA-2016-3589
http://linux.oracle.com/errata/ELSA-2016-3589.html
CVE-2016-6198: Schwachstelle in Linux-Kernel ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Die Funktion ‘vfs_rename’ erkennt harte Verknüpfungen (Hard Links) auf
‘overlayfs’ nicht. Ein lokaler, nicht authentifizierter Angreifer kann den
‘Rename’-Systemaufruf (Syscall) auf Overlayfs oberhalb von XFS anwenden, um
die Schwachstelle auszunutzen und einen Denial-of-Service-Zustand zu
verursachen.
CVE-2016-6197: Schwachstelle in Linux-Kernel ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Die Funktionen ‘unlink’ und ‘rename’ in ‘overlayfs’ prüfen die Korrektheit
(Staleness) des oberen Verzeichniseintrags (Directory Entry, dentry) nur
durch einen Vergleich von ‘upper->d_parent’ und ‘upperdir’. Die Staleness
kann aber auch durch andere Faktoren beeinflusst werden. Ein lokaler, nicht
authentifizierter Angreifer kann den ‘Rename’-Systemaufruf (Syscall) auf
Overlayfs oberhalb von XFS anwenden, um die Schwachstelle auszunutzen und
einen Denial-of-Service-Zustand herbeizuführen.
CVE-2016-2117: Schwachstelle in Linux-Kernel ermöglicht Ausspähen von
Informationen
Es existiert eine Schwachstelle im Atheros L2 Ethernet Driver im
Linux-Kernel, weil dort fälschlicherweise das scatter/gather I/O (Vectored
I/O) ermöglicht wird. Durch das Lesen von Ethernet Datenpaketen ist es
möglich, sensitive Informationen aus dem Kernelspeicher auszulesen. Ein
entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann Informationen ausspähen.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2016-1240/
Schwachstelle CVE-2016-2117 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-2117
Schwachstelle CVE-2016-6197 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-6197
Schwachstelle CVE-2016-6198 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-6198
Oracle Linux Security Advisory ELSA-2016-3587:
https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2016-3587.html
Oracle Linux Security Advisory ELSA-2016-3588:
https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2016-3588.html
Oracle VM Security Advisory OVMSA-2016-0091:
https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2016-July/000506.html
Oracle VM Security Advisory OVMSA-2016-0092:
https://oss.oracle.com/pipermail/oraclevm-errata/2016-July/000507.html
Oracle Linux Security Advisory ELSA-2016-3589:
http://linux.oracle.com/errata/ELSA-2016-3589.html
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