Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Historie:
Version 2 (21.06.2016):
Für Ubuntu 14.04 LTS, Ubuntu 15.10 und Ubuntu 16.04 LTS stehen
Sicherheitsupdates für das Paket ‘libspice-server1’ bereit, die die
Schwachstellen beheben. Ubuntu 14.04 LTS ist nicht von der Schwachstelle
CVE-2016-0749 betroffen. Nach Installation des Sicherheitsupdates müssen
die betroffenen QEMU-Gastsysteme neu gestartet werden.
Version 1 (07.06.2016):
Neues Advisory
Betroffene Software:
Simple Protocol for Independent Computing Environments (SPICE)
Betroffene Plattformen:
Canonical Ubuntu Linux 14.04 LTS
Canonical Ubuntu Linux 15.10
Canonical Ubuntu Linux 16.04 LTS
Debian Linux 8.4 Jessie
Red Hat Enterprise Linux Desktop 6
Red Hat Enterprise Linux Desktop 7
Red Hat Enterprise Linux HPC Node 6
Red Hat Enterprise Linux HPC Node 7
Red Hat Enterprise Linux HPC Node 7.2 EUS
Red Hat Enterprise Linux Server 6
Red Hat Enterprise Linux Server 7
Red Hat Enterprise Linux Server 7.2 AUS
Red Hat Enterprise Linux Server 7.2 EUS
Red Hat Enterprise Linux Workstation 6
Red Hat Enterprise Linux Workstation 7
Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann den QEMU-KVM-Prozess
zum Absturz bringen oder beliebigen Programmcode mit den Rechten des
QEMU-KVM-Prozesses ausführen. Ein nicht authentisierter Angreifer im
benachbarten Netzwerk kann beliebige Speicherbereiche des Host-Systems lesen
und beschreiben, wodurch er Informationen ausspähen oder einen
Denial-of-Service-Zustand herbeiführen kann.
Für Debian 8.4 (Jessie) und verschiedene Red Hat Enterprise Linux 6 und 7
Produkte stehen Sicherheitsupdates bereit, um die Schwachstellen zu beheben.
Patch:
Debian Security Advisory DSA-3596-1
https://www.debian.org/security/2016/dsa-3596
Patch:
Red Hat Security Advisory RHSA-2016:1204
http://rhn.redhat.com/errata/RHSA-2016-1204.html
Patch:
Red Hat Security Advisory RHSA-2016:1205
http://rhn.redhat.com/errata/RHSA-2016-1205.html
Patch:
Ubuntu Security Notice USN-3014-1
http://www.ubuntu.com/usn/usn-3014-1/
CVE-2016-2150: Schwachstelle in SPICE ermöglicht Ausspähen von Informationen
Ein Fehler in SPICE tritt bei Speicherzugriffen während der Behandlung von
Gast-Systemen auf, die spezielle “Primary Surface Parameter” verwenden. Ein
nicht authentisierter Angreifer im benachbarten Netzwerk kann diese
Schwachstelle nutzen, um beliebige Speicherbereiche des Host-Systems zu
lesen und zu beschreiben, wodurch er Informationen ausspähen oder einen
Denial-of-Service-Zustand herbeiführen kann.
CVE-2016-0749: Schwachstelle in SPICE ermöglicht Ausführen beliebigen
Programmcodes
Ein Fehler in der Speicherverwaltung in der Smartcard-Anbindung von SPICE,
die im Kontext von QEMU-KVM auf einem Host-System läuft, führt zu einem
Heap-Pufferüberlauf. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer, der
sich über SPICE mit einem Gast-System verbindet, kann den QEMU-KVM-Prozess
zum Absturz bringen oder beliebigen Programmcode mit den Rechten des
QEMU-KVM-Prozesses ausführen.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2016-0914/
Debian Security Advisory DSA-3596-1:
https://www.debian.org/security/2016/dsa-3596
Red Hat Security Advisory RHSA-2016:1204:
http://rhn.redhat.com/errata/RHSA-2016-1204.html
Red Hat Security Advisory RHSA-2016:1205:
http://rhn.redhat.com/errata/RHSA-2016-1205.html
Schwachstelle CVE-2016-0749 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-0749
Schwachstelle CVE-2016-2150 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2016-2150
Ubuntu Security Notice USN-3014-1:
http://www.ubuntu.com/usn/usn-3014-1/
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