Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Historie:
Version 2 (21.04.2015):
Für SUSE Linux Enterprise Real Time Extension 11 SP3 werden
Sicherheitsupdates zur Verfügung gestellt.
Version 1 (24.03.2015):
Neues Advisory
Betroffene Software:
Linux-Kernel <= 3.18.2 Betroffene Plattformen: SUSE Linux Enterprise High Availability Extension 11 SP3 Enterprise SUSE Linux Enterprise Real Time Extension 11 SP3 SUSE Linux Enterprise Desktop 11 SP3 SUSE Linux Enterprise Server 11 SP3 SUSE Linux Enterprise Server 11 SP3 VMware SUSE Linux Enterprise Server 11 Unsupported Extras Mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel ermöglichen einem zumeist lokalen, nicht authentifizierten Benutzer als Angreifer, Informationen auszuspähen, Daten zu manipulieren, Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen oder Denial-of-Service-Angriffe durchzuführen. Außerdem ist es lokalen, authentisierten Benutzern als Angreifer möglich, Privilegien zu erweitern oder die Kontrolle über das System zu erlangen. Für SUSE Linux Enterprise Server 11 SP3 for VMware, Server 11 SP3, High Availability Extension 11 SP3, Desktop 11 SP3 und Server 11 Unsupported Extras stehen Sicherheitsupdates zur Verfügung, um diese Schwachstellen zu beheben. Patch: SUSE Security Update SUSE-SU-2015:0581-1 https://www.suse.com/support/update/announcement/2015/suse-su-20150581-1.html
Patch:
SUSE Security Update SUSE-SU-2015:0736-1
https://www.suse.com/support/update/announcement/2015/suse-su-20150736-1.html
CVE-2015-1593: Schwachstelle im Linux-Kernel ermöglicht das Umgehen von
Sicherheitsmaßnahmen
Durch eine Schwachstelle in der Initialisierung der Speicherverwürfelung von
64-Bit Prozessen wird der Stack mit 20 statt 22 Bits Entropie initialisiert.
Ein lokaler, nicht authentifizierter Angreifer kann durch das Ausnutzen der
Schwachstelle Sicherheitsmaßnahmen umgehen.
CVE-2014-8160: Schwachstelle im Linux-Kernel ermöglicht das Umgehen von
Sicherheitsmaßnahmen
Eine Schwachstelle in der Verarbeitung von Iptables-Regeln führt zu einer
fehlerhaften Auswertung von Regelsätzen. Wenn die Verwendung eines
Protokolls durch eine Regel auf bestimmte Ports und/oder Ziele eingeschränkt
wird, das entsprechende Kernel-Modul aber nicht geladen ist, dann wird jede
Kommunikation für dieses Protokoll erlaubt. Ein entfernter, nicht
authentifizierter Angreifer kann durch das Ausnutzen der Schwachstelle
Sicherheitsmaßnahmen umgehen.
CVE-2014-7822: Schwachstelle im Linux-Kernel erlaubt Denial-of-Service
Eine Schwachstelle im Linux-Kernel besteht in der Art und Weise wie der
splice()-Systemaufruf seine Parameter validiert. Auf bestimmen Dateisystemen
kann ein lokaler, nicht privilegierter Benutzer, als Angreifer, diese
Schwachstelle ausnutzen, um über die maximale Dateigröße hinaus zu schreiben
und dadurch das System zum Absturz bringen (kompletter Denial-of-Service).
CVE-2014-9584: Schwachstelle im Linux-Kernel ermöglicht das Ausspähen von
Informationen
Die “parse_rock_ridge_inode_internal”-Funktion in fs/isofs/rock.c des
Linux-Kernels überprüft den Längenwert in dem Extensions Reference (ER)
System Use Field nicht, was es lokalen Benutzern ermöglicht, sensitive
Informationen aus dem Kernel-Speicher mittels eines präparierten
iso9660-Abbilds auszulesen. Ein lokaler, nicht authentifizierter Angreifer
kann diese Schwachstelle ausnutzen, um Informationen auszuspähen.
CVE-2014-9585: Linux-Kernel: Eine Schwachstelle ermöglicht das Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen
Die “vdso_addr”-Funktion in arch/x86/vdso/vma.c des Linux-Kernels wählt
Speicheradressen für die vDSO-Bereiche nicht korrekt aus, was das Umgehen
des ASLR-Mechanismus für lokale Benutzer durch das Erraten des Endes eines
PMD erleichtert. Ein lokaler, nicht authentifizierter Angreifer kann diese
Schwachstelle ausnutzen, um Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen.
CVE-2014-9420: Schwachstelle im Linux-Kernel erlaubt Denial-of-Service
Die Funktion “rock_continue” im Linux-Kernel bis Version 3.18.1 beschränkt
die Anzahl von Rock-Ridge-Continuation-Einträgen nicht. Ein lokaler,
authentifizierter Benutzer, als Angreifer, kann diese Schwachstelle
ausnutzen, mittels eines präparierten ISO9660-Bildes, um einen
Denial-of-Service-Zustand (Endlosschleife und Systemabsturz oder -hängen)
herbeizuführen.
CVE-2014-9419: Schwachstelle im Linux-Kernel erlaubt Umgehen von
Schutzmechanismen
Die Funktion “__switch_to” in arch/x86/kernel/process_64.c im Linux-Kernel
bis Version 3.18.1 stellt nicht sicher, dass Thread-Local-Storage
(TLS)-Beschreiber geladen werden, bevor mit anderen Schritten fortgesetzt
wird. Ein lokaler, nicht authentifizierter Benutzer, als Angreifer, hat es
dadurch leichter, mittels einer präparierten Anwendung, welche eine
TLS-Basis-Adresse ausliest, den ASLR-Schutzmechanismus zu umgehen.
CVE-2014-8559: Schwachstelle im Linux-Kernel erlaubt Denial-of-Service
Die Funktion “d_walk” in fs/dcache.c im Linux-Kernel bis einschließlich
Version 3.17.2 erhält nicht korrekt die Semantik von “rename_lock”. Ein
lokaler, authentifizierter Benutzer, als Angreifer kann diese Schwachstelle
ausnutzen, mittels einer präparierten Anwendung, um einen Denial-of-Service
(DoS)-Zustand (“deadlock” und “system hang”) herbeizuführen.
CVE-2014-8133: Schwachstelle im Linux-Kernel erlaubt Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen
Eine Schwachstelle besteht in arch/x86/kernel/tls.c in der Thread Local
Storage (TLS)-Implementierung des Linux-Kernels bis einschließlich Version
3.18.1. Ein lokaler, nicht authentifizierter Benutzer, als Angreifer, kann
die Schwachstelle ausnutzen, mittels einer präparierten Anwendung, welche
einen “set_thread_area”-Systemaufruf durchführt und später einen 16-Bit-Wert
ausliest, um den “espfix”-Schutzmechanismus und dadurch leichter den
ASLR-Schutzmechanismus zu umgehen.
CVE-2014-9322: Schwachstelle im Linux-Kernel erlaubt Privilegieneskalation
Eine Schwachstelle besteht darin, wie der Linux-Kernel
GS-Segment-Register-Base-Switching handhabt, wenn dieser sich von einem #SS
(“stack segment”)-Fehler (aufgrund einer fehlerhaften Rückgabe zum
Benutzerraum) erholt. Ein lokaler, authentifizierter, aber nicht
privilegierter Benutzer, als Angreifer, kann diese Schwachstelle ausnutzen,
um seine Privilegien auf dem System zu erweitern.
CVE-2014-8134: Schwachstelle im Linux-Kernel ermöglicht das Ausspähen von
Informationen
Eine Schwachstelle im Linux-Kernel kann auf 32-bit Kernel Virtual
Maschinen(KVM) dazu führen, dass ein ‘Paravirt’-Gast die höchsten 16 Bits
der Kernel Stack Adresse ausspähen kann. Ein Gast-Benutzer im benachbarten
Netzwerk, als Angreifer, kann die ausgespähten Informationen nutzen, um
weitere Angriffe gegen den Kernel durchzuführen.
CVE-2014-9090: Schwachstelle im Linux-Kernel erlaubt Denial-of-Service
Die Funktion “do_double_fault” in arch/x86/kernel/traps.c im Linux-Kernel
bis einschließlich 3.17.4 enthält eine Schwachstelle bei der Behandlung von
Fehlern im Zusammenhang mit dem Stack Segment (SS)-Register. Ein lokal
angemeldeter Benutzer, als Angreifer, kann diese Schwachstelle ausnutzen,
über einen “modify_ldt”-Systemaufruf, um einen Denial-of-Service
(DoS)-Angriff durchzuführen.
CVE-2014-7842: Schwachstelle im Linux-Kernel ermöglicht Denial-of-Service
Es besteht eine Schwachstelle im Kernel, die auf dem Bericht von
Emulationsfehlern in dem User-Space beruht. Ein lokaler, nicht
authentisierter Angreifer, der Zugriff auf den MMIO-Bereich oder
Privilegien für Port-Zugriff hat, kann die Schwachstelle zu einem
Denial-of-Service-Angriff ausnutzen.
CVE-2014-8369: Schwachstelle im Linux-Kernel erlaubt
Denial-of-Service-Angriff
Eine Schwachstelle im Linux-Kernel, im Zusammenhang mit der Funktion
kvm_iommu_map_pages(), führt dazu, dass Fehler in der Behandlung von
Iommu-Zuordnungen nicht korrekt verarbeitet werden. Diese Schwachstelle
wurde mit der Behebung der Schwachstelle CVE-2014-3601 eingeführt. Ein
lokaler, authentifizierter Angreifer kann einen Denial-of-Service-Angriff
durchführen.
CVE-2014-3690: Schwachstelle im Linux-Kernel ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Eine Schwachstelle im Linux-Kernel führt dazu, dass der cr4-Wert des Hosts
zwischen verschiedenen VM-Einträgen auf derselben vCPU geändert werden kann,
vom System aber als konstant betrachtet wird. Dies führt zu einer
Inkonsistenz u.a. mit der Variable PR_SET_TSC, wodurch es zu einem
Systemabsturz kommt.
Ein lokaler, nicht authentifizierter Angreifer kann einen
Denial-of-Service-Angriff durchführen.
CVE-2014-3688: Denial-of-Service-Schwachstelle im sctp Stapel des
Linux-Kernel
Eine Schwachstelle im sctp Stapel des Linux-Kernel führt dazu, dass bei
einer extrem hohen Anzahl von Anfragen, der verfügbare Speicher aufgebraucht
wird. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann einen
Denial-of-Service-Angriff durchführen.
CVE-2014-3687: Denial-of-Service-Schwachstelle im sctp Stapel des
Linux-Kernel
Eine Schwachstelle im sctp Stapel des Linux-Kernel führt dazu, dass es durch
den Empfang eines doppelten ASCONF-Bruchstückes zu einer Kernel-Panik
kommt. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann einen
Denial-of-Service-Angriff durchführen.
CVE-2014-7970: Schwachstelle in der pivot_root Funktion des Linux-Kernels
Der Linux-Kernel bis Version 3.17 enthält eine Schwachstelle, die die
“pivot_root” Implementation im User Namespace betrifft. Die “pivot_root”
Funktion behandelt bestimmte Zielpunkte des chroot Verzeichnisses
fehlerhaft. Ein lokaler, einfach authentisierter Angreifer kann die
Schwachstelle ausnutzen und durch Veränderungen in der Bezeichnung des
chroot Verzeichnisses einen Denial-of-Service-Zustand hervorrufen.
CVE-2014-4608: Integer-Überlauf im Linux-Kernel
In der “lzo1x_decompress_safe()” Funktion kann es bei der Verarbeitung von
null Bytes zu einem Integer-Überlauf kommen, der zu einer Speicherkorruption
führt.
Ein lokaler, authentifizierter Benutzer, als Angreifer, kann die
Schwachstelle nutzen, um die Kontrolle über das System zu übernehmen.
CVE-2014-0181: Schwachstelle im Linux-Kernel
Die Netlink-Implementierung im Linux-Kernel hat keinen Mechanismus für die
Genehmigung der Socket-Operationen. Ein lokaler, nicht authentifizierter
Angreifer kann mithilfe eines Netlink-Sockets für die Standardausgabe oder
Standardfehlerausgabe eines “setuid-Programms” die Zugangsbeschränkungen und
Netzwerkkonfigurationen manipulieren.
CVE-2013-7263: Schwachstelle im Linux-Kernel
Im Linux-Kernel werden bestimme Längenwerte aktualisiert, bevor
sichergestellt ist, dass die damit zusammenhängenden Datenstrukturen
initialisiert sind. Ein lokaler, nicht authentifizierter Angreifer kann
diese Schwachstelle mit den Systemaufrufen recvfrom, recvmmsg oder recvmsg
ausnutzen, um sensitive Informationen vom Kernel Stack Memory zu erhalten.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2015-0393/
Schwachstelle CVE-2013-7263 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2013-7263
Schwachstelle CVE-2014-0181 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-0181
Schwachstelle CVE-2014-4608 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-4608
Schwachstelle CVE-2014-7970 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-7970
Schwachstelle CVE-2014-3687 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-3687
Schwachstelle CVE-2014-3688 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-3688
Schwachstelle CVE-2014-3690 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-3690
Schwachstelle CVE-2014-8369 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-8369
Schwachstelle CVE-2014-8559 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-8559
Schwachstelle CVE-2014-7842 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-7842
Schwachstelle CVE-2014-9090 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-9090
Schwachstelle CVE-2014-8134 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-8134
Schwachstelle CVE-2014-9322 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-9322
Schwachstelle CVE-2014-8133 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-8133
Schwachstelle CVE-2014-9419 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-9419
Schwachstelle CVE-2014-9420 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-9420
Schwachstelle CVE-2014-9584 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-9584
Schwachstelle CVE-2014-9585 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-9585
Schwachstelle CVE-2014-7822 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-7822
Schwachstelle CVE-2014-8160 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-8160
Schwachstelle CVE-2015-1593 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2015-1593
SUSE Security Update SUSE-SU-2015:0581-1:
https://www.suse.com/support/update/announcement/2015/suse-su-20150581-1.html
SUSE Security Update SUSE-SU-2015:0736-1:
https://www.suse.com/support/update/announcement/2015/suse-su-20150736-1.html
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