DFN-CERT-2025-1641 Linux-Kernel: Mehrere Schwachstellen ermöglichen u. a. Denial-of-Service-Angriffe

Liebes Linux-Magazin-Team,

bitte beachten Sie die Informationen zu den verfügbaren Sicherheitsupdates
in der folgenden Sicherheitsmeldung.

Historie:

Version 1 (20.06.25):
Neues Advisory

Ein Angreifer kann mehrere Schwachstellen lokal ausnutzen, um Informationen
auszuspähen, Privilegien zu eskalieren, beliebigen Programmcode auszuführen
und Denial-of-Service (DoS)-Angriffe durchzuführen. Zudem kann ein Angreifer
mit physischem Zugriff auf ein betroffenes System eine Schwachstelle
ausnutzen, um einen Denial-of-Service (DoS)-Angriff durchzuführen.

Für die Ausnutzung der Schwachstellen sind unterschiedliche Privilegien
erforderlich. Die erfolgreiche Ausnutzung einer Schwachstelle kann Einfluss
auf andere Komponenten haben.

Canonical stellt für Ubuntu 20.04 LTS und Ubuntu 18.04 LTS
Sicherheitsupdates für die Linux-Kernel für Amazon Web Services (AWS)
(linux-aws, linux-aws-5.4), Microsoft Azure (linux-azure), Google Cloud
(linux-gcp, linux-gcp-5.4), IBM (linux-ibm, linux-ibm-5.4), KVM (linux-kvm),
Oracle (linux-oracle, linux-oracle-5.4) sowie Xilinx Zynq (linux-xilinx-zyn)
bereit. Korrespondierend dazu stellt Canonical für Ubuntu 20.04 LTS
zusätzlich Sicherheitsupdates für die Linux-Kernel mit FIPS-Unterstützung
für AWS (linux-aws-fips) und Google Cloud (linux-gcp-fips) bereit, um
insgesamt 32 Schwachstellen zu beheben.

Aufgrund der Umstrukturierung der CVE-Vergabe im Linux-Kernel gibt es ein
stark erhöhtes Aufkommen von Linux-Schwachstellen. Dies liegt daran, dass
wesentlich mehr Patches als Schwachstellen registriert werden, und bedeutet
nicht, dass der Kernel tatsächlich angreifbarer wurde. In den
Schwachstelleninformationen des DFN-CERT werden deshalb, bei umfangreicheren
Kernel-Updates wie diesem, nur noch bis zu 10 der schwerwiegendsten
behobenen Schwachstellen beschrieben. Kritische Schwachstellen werden immer
beschrieben. In den Referenzen befinden sich nur noch die NVD-Einträge der
von uns beschriebenen Schwachstellen. Eine vollständige Liste aller
behobenen Schwachstellen findet sich im Hersteller-Advisory in den
Referenzen.

Referenzen:

Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Schwachstellenarchiv unter:
[https://adv-archiv.dfn-cert.de/adv/2025-1641]

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr DFN-CERT Incident Response Team


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Bei einer Weitergabe der Informationen ist auf den Ursprung in
angemessener Weise hinzuweisen.
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